JOHANNA IN KOLUMBIEN

Mein Leben in Cali


Jeder Augenblick ist von unendlichem Wert.

Seneca


DIE ZEIT MIT MEINEN LIEBSTEN

26. März: Nachdem ich viel zu zeitig am Flughafen ankam und deswegen noch über 1 Std auf meine Familie warten musste, konnte ich sie endlich in die Arme schließen. So toll, sie bei mir zu haben! Mit dem Bus ging es gemeinsam in die Innenstadt Calis.
26. März: Nachdem ich viel zu zeitig am Flughafen ankam und deswegen noch über 1 Std auf meine Familie warten musste, konnte ich sie endlich in die Arme schließen. So toll, sie bei mir zu haben! Mit dem Bus ging es gemeinsam in die Innenstadt Calis.
Die 4 Nächte in Cali wohnten wir gemeinsam in meiner WG, dadurch dass so viele ausgezogen sind, hatten wir unser eigenes Zimmer. Schnell ging es ins Bett, denn am nächsten Morgen mussten wir um 5 Uhr aufstehen, um pünktlich auf die Arbeit zu kommen.
Die 4 Nächte in Cali wohnten wir gemeinsam in meiner WG, dadurch dass so viele ausgezogen sind, hatten wir unser eigenes Zimmer. Schnell ging es ins Bett, denn am nächsten Morgen mussten wir um 5 Uhr aufstehen, um pünktlich auf die Arbeit zu kommen.
Schon Tage vorher waren meine Schüler super aufgeregt, meine Familie kennenzulernen. Mit großer Neugier wurden die 3 empfangen und die Kinder versuchten mit ihnen kleine Gespräche auf Englisch zu führen.
Schon Tage vorher waren meine Schüler super aufgeregt, meine Familie kennenzulernen. Mit großer Neugier wurden die 3 empfangen und die Kinder versuchten mit ihnen kleine Gespräche auf Englisch zu führen.
Später haben wir die kleinere Schule, in der Laurien arbeitet, besucht. Auch dort wurden wir sehr herzlich und mit großem Interesse empfangen.
Später haben wir die kleinere Schule, in der Laurien arbeitet, besucht. Auch dort wurden wir sehr herzlich und mit großem Interesse empfangen.
Für mich schon normal, für Mama, Papa und Consti sehr ungewohnt: Reis mit Bohnen zum Frühstück.
Für mich schon normal, für Mama, Papa und Consti sehr ungewohnt: Reis mit Bohnen zum Frühstück.
Gemeinsames Spielen mit den Kindern - da spielt Sprache gar keine Rolle mehr.
Gemeinsames Spielen mit den Kindern - da spielt Sprache gar keine Rolle mehr.
Am Ende wollte meine Familie natürlich auch sehen, wie es ist, wenn ich Unterricht gebe. Es ging um die Uhrzeit. Bei den Übungen arbeiteten dann die Kinder gemeinsam mit meiner Familie, sodass sie auch in den Unterricht mit einbezogen waren.
Am Ende wollte meine Familie natürlich auch sehen, wie es ist, wenn ich Unterricht gebe. Es ging um die Uhrzeit. Bei den Übungen arbeiteten dann die Kinder gemeinsam mit meiner Familie, sodass sie auch in den Unterricht mit einbezogen waren.
Mit dem Jeep ging es im Anschluss nach Montebello in das "Colegio de las Aguas", die Schule meiner Organisation. Alle Gebäude sind aus Guadua (Bambus) gebaut, das macht die Schule besonders sehenswert.
Mit dem Jeep ging es im Anschluss nach Montebello in das "Colegio de las Aguas", die Schule meiner Organisation. Alle Gebäude sind aus Guadua (Bambus) gebaut, das macht die Schule besonders sehenswert.
Die Ausbildungswerkstatt Schreinerei stellt momentan Bambusfahrräder her, welche weltweit verkauft werden sollen.
Die Ausbildungswerkstatt Schreinerei stellt momentan Bambusfahrräder her, welche weltweit verkauft werden sollen.
Auch in Montebello ist die Einsatzstelle von Celine: die Bibliothek Rumenigge. Mir war es wichtig, dass meine Familie so viel wie möglich sehen und kennenlernen kann, was in meinem Leben hier eine Rolle spielt.
Auch in Montebello ist die Einsatzstelle von Celine: die Bibliothek Rumenigge. Mir war es wichtig, dass meine Familie so viel wie möglich sehen und kennenlernen kann, was in meinem Leben hier eine Rolle spielt.
Nach dem stressigen Einsatzstellen-Marathon am Vormittag, ging es ab dem Mittag gemütlicher weiter: Mittagessen in einem schönen, vegetarischen Restaurant in San Antonio, der Katzenpark (Foto), Eis essen in meinem Lieblings-Eisladen.
Nach dem stressigen Einsatzstellen-Marathon am Vormittag, ging es ab dem Mittag gemütlicher weiter: Mittagessen in einem schönen, vegetarischen Restaurant in San Antonio, der Katzenpark (Foto), Eis essen in meinem Lieblings-Eisladen.
Der Hauptbestandteil des Abendessens waren dann Früchte. Alle haben vom ersten Tag an die Liebe für das kolumbianische Obst, vor allem die Mangos, entdeckt.
Der Hauptbestandteil des Abendessens waren dann Früchte. Alle haben vom ersten Tag an die Liebe für das kolumbianische Obst, vor allem die Mangos, entdeckt.
28. März: Auch der Samstag startete zeitig. Um einen tollen Blick über die Stadt zu haben, machten wir uns halb 7 mit Laurien auf den Weg auf die "Tres Cruzes", unseren Hausberg.
28. März: Auch der Samstag startete zeitig. Um einen tollen Blick über die Stadt zu haben, machten wir uns halb 7 mit Laurien auf den Weg auf die "Tres Cruzes", unseren Hausberg.
Für den Ausblick lohnt sich der anstrengende Aufstieg - das musste sogar meine Schwester zugeben. ;)
Für den Ausblick lohnt sich der anstrengende Aufstieg - das musste sogar meine Schwester zugeben. ;)
Das gemeinsame Frühstück mit Obst, typischem Gebäck, Arequipe (Caramel-Creme), Lulo-Saft (einheimische Frucht) und Avena (Hafermilch) war ein perfekter zweiter Start in den Tag.
Das gemeinsame Frühstück mit Obst, typischem Gebäck, Arequipe (Caramel-Creme), Lulo-Saft (einheimische Frucht) und Avena (Hafermilch) war ein perfekter zweiter Start in den Tag.
Gleich nach dem Frühstück sind wir ins Zentrum gegangen. Ein kurzer Stop im Goldmuseum Calis musste natürlich auch eingelegt werden. Danach ging es weiter durch die belebte Innenstadt mit ihren vielen Plätzen und vollen Straßen.
Gleich nach dem Frühstück sind wir ins Zentrum gegangen. Ein kurzer Stop im Goldmuseum Calis musste natürlich auch eingelegt werden. Danach ging es weiter durch die belebte Innenstadt mit ihren vielen Plätzen und vollen Straßen.
Auch die Ermita und einige andere Kirchen durften in unserem Stadtrundgang nicht fehlen.
Auch die Ermita und einige andere Kirchen durften in unserem Stadtrundgang nicht fehlen.
Im riesigen Supermarkt in der Innenstadt zeigte ich den 3 typische Lebensmittel, Obst und Gemüse.
Im riesigen Supermarkt in der Innenstadt zeigte ich den 3 typische Lebensmittel, Obst und Gemüse.


- weiter geht der Bericht in "Mein Leben in Cali III" -


ENDLICH, ENDLICH, ENDLICH

Sie sind da. Noch fühlt es sich so unreal an, aber es ist so schön, meine Liebsten wieder bei mir zu haben.

Ich werde die nächsten Tage hier in Cali versuchen, meiner Familie so viel wie möglich von meinem Leben hier zu zeigen.

Danach fahren wir gemeinsam in den Urlaub.

Ich bzw. wir melden uns in 2 Wochen hier wieder und erzählen von unseren Erfahrungen und Erlebnissen.


UNBESCHREIBLICHE VORFREUDE & AUFREGUNG

In weniger als 2 Stunden steigt meine Familie in Frankfurt in ein Flugzeug mit dem Ziel KOLUMBIEN.

Ich kann es noch gar nicht so wirklich glauben, dass ich die drei schon heute Abend nach 6 Monaten endlich wieder in die Arme nehmen kann.

Der Tag heute wird sicher zäher umgehen als jeder andere.

Meine Familie verbringt ja auch, aufgrund der langen Flugzeit meinen kompletten Tag im Flugzeug.

 

Ich freue mich sehr auf unsere gemeinsame Zeit hier und unseren gemeinsamen Urlaub!

 

Mama, Papa, Consti: Habt einen guten Flug. Ich erwarte euch in ein paar Stunden. Danke, dass ihr mich besuchen kommt! Ich freue mich so!!!


WOCHENENDAUSFLUG IN DIE TATACOA-WÜSTE UND SAN AGUSTIN

Jeder von uns 5 (Celine, Helli, Franzi und ihre Freundin aus Dtl.: Maria) wurde vor dem Losfahren mit einem 5L Wasserkanister ausgestattet. Das Ziel ist schließlich eine Wüste.
Jeder von uns 5 (Celine, Helli, Franzi und ihre Freundin aus Dtl.: Maria) wurde vor dem Losfahren mit einem 5L Wasserkanister ausgestattet. Das Ziel ist schließlich eine Wüste.
Freitag Abend starteten wir die 11-stündige Busfahrt von Cali nach Neiva. Die Busse sind immer unglaublich kalt, aber bequem und modern.
Freitag Abend starteten wir die 11-stündige Busfahrt von Cali nach Neiva. Die Busse sind immer unglaublich kalt, aber bequem und modern.
Mit dem Jeep ging es noch 1 Std. weiter, bis wir direkt in der Tatacoa ankamen.
Mit dem Jeep ging es noch 1 Std. weiter, bis wir direkt in der Tatacoa ankamen.
In unserem kleinen Hostel werden wir die Nacht in Hängematten verbringen. Nach einem gemeinsamen Frühstück ging es gleich los zur ersten Wanderung durch die Wüste.
In unserem kleinen Hostel werden wir die Nacht in Hängematten verbringen. Nach einem gemeinsamen Frühstück ging es gleich los zur ersten Wanderung durch die Wüste.
DieTatacoa ist eine 330 km² große Trockensavanne. Sie besteht aus 2 Teilen: den roten grauen. Die eindrucksvolle Landschaft wurde aus Sedimenten gebildet.Es wird bis zu 45°C heiß. Regen fällt sehr selten (Natürlich aber die Nacht vor unserer Ankunft.)
DieTatacoa ist eine 330 km² große Trockensavanne. Sie besteht aus 2 Teilen: den roten grauen. Die eindrucksvolle Landschaft wurde aus Sedimenten gebildet.Es wird bis zu 45°C heiß. Regen fällt sehr selten (Natürlich aber die Nacht vor unserer Ankunft.)
Nach 1 Stunde Weg trennten wir uns: Franzi, Maria und Celine wollten die Wüste per Pferd erkunden und Helli und ich entschieden uns, dass wir lieber laufen.
Nach 1 Stunde Weg trennten wir uns: Franzi, Maria und Celine wollten die Wüste per Pferd erkunden und Helli und ich entschieden uns, dass wir lieber laufen.
Eine 2-stündige Wanderung durch den grauen Teil der Wüste führte Helli und mich zu einem Swimming-Pool mitten in der Wüste. Eine Wanderung in absoluter Stille mit tollen Fotomotiven.
Eine 2-stündige Wanderung durch den grauen Teil der Wüste führte Helli und mich zu einem Swimming-Pool mitten in der Wüste. Eine Wanderung in absoluter Stille mit tollen Fotomotiven.
Unser Ziel: ein Schwimmbad mitten in der Wüste. Es hat angeblich einen natürlichen Wasserzugang.
Unser Ziel: ein Schwimmbad mitten in der Wüste. Es hat angeblich einen natürlichen Wasserzugang.
Auf dem Rückweg wurde es sehr sehr heiß und unsere Wasservorräte waren aufgebraucht. Deswegen beschlossen wir, dass wir zurück zum Hostel trampen. Die 20-minütige Fahrt auf den "Trittbrettern" eines Auto waren ein absolutes Abenteuer mit Adrenalin im Blut
Auf dem Rückweg wurde es sehr sehr heiß und unsere Wasservorräte waren aufgebraucht. Deswegen beschlossen wir, dass wir zurück zum Hostel trampen. Die 20-minütige Fahrt auf den "Trittbrettern" eines Auto waren ein absolutes Abenteuer mit Adrenalin im Blut
Nach den 4 Stunden war die Dusche kalte Dusche eine Erlösung. Der Weg war die ganze Zeit in der prallen Sonne - Folge: Sonnenbrand an allen unbedeckten Stellen.
Nach den 4 Stunden war die Dusche kalte Dusche eine Erlösung. Der Weg war die ganze Zeit in der prallen Sonne - Folge: Sonnenbrand an allen unbedeckten Stellen.
Nach einer kurzen Erholungspause ging es in den kleineren, den roten, Teil der Wüste. Dort wollten wir den Sonnenuntergang ansehen.
Nach einer kurzen Erholungspause ging es in den kleineren, den roten, Teil der Wüste. Dort wollten wir den Sonnenuntergang ansehen.

Leider war es etwas zu bewölt, um die Sonne komplett untergehen zu sehen. Die Atmosphäre war trotzdem wunderschön - einer der schönsten Momente der letzten Monate.
Leider war es etwas zu bewölt, um die Sonne komplett untergehen zu sehen. Die Atmosphäre war trotzdem wunderschön - einer der schönsten Momente der letzten Monate.
Bei dem gemeinsamen Abendessen tauschten wir die Erlebnisse des Tages aus und schauten Fotos an. Nach einem kurzen Spaziergang zum Beobachten der Sterne ging es in die Hängematten - eine eher unruhige Nacht.
Bei dem gemeinsamen Abendessen tauschten wir die Erlebnisse des Tages aus und schauten Fotos an. Nach einem kurzen Spaziergang zum Beobachten der Sterne ging es in die Hängematten - eine eher unruhige Nacht.
Um 8 Uhr ging es mit dem Jeep zurück nach Neiva und gleich im Anschluss mit dem Kleinbus nach San Agustín (4,5 kurvige Fahrt). Das Hostel wurde uns vom Fahrer vermittelt. Das Foto zeigt den Blick aus unserem 5-Bett-Zimmer.
Um 8 Uhr ging es mit dem Jeep zurück nach Neiva und gleich im Anschluss mit dem Kleinbus nach San Agustín (4,5 kurvige Fahrt). Das Hostel wurde uns vom Fahrer vermittelt. Das Foto zeigt den Blick aus unserem 5-Bett-Zimmer.
San Agustín
San Agustín
In der Zeit von 200 v.Chr bis 700 n.Chr. entstanden die berühmten Statuen. Viele von ihnen dienten als Grabwächter und repräsentierten den Verstorbenen. In den 1930-er Jahren begann man mit den Ausgrabungen, die bis heute nicht beendet sind.
In der Zeit von 200 v.Chr bis 700 n.Chr. entstanden die berühmten Statuen. Viele von ihnen dienten als Grabwächter und repräsentierten den Verstorbenen. In den 1930-er Jahren begann man mit den Ausgrabungen, die bis heute nicht beendet sind.
In dem Archäologischen Museum sind einige Figuren ausgestellt. Man kann auch die Gräber und somit die Fundstellen ansehen.
In dem Archäologischen Museum sind einige Figuren ausgestellt. Man kann auch die Gräber und somit die Fundstellen ansehen.
Wir vor einer der berühmtesten Figuren und Symbole: "Vogel frisst Schlange". Bedeutung: Stärke, Überlegenheit, Durchblick, Weisheit
Wir vor einer der berühmtesten Figuren und Symbole: "Vogel frisst Schlange". Bedeutung: Stärke, Überlegenheit, Durchblick, Weisheit
Passend zum Verlassen des Museums beginnt ein starkes Gewitter, das Stromausfall in der ganzen Stadt auslöst. Es gab also ein Candle-Light-Dinner für uns (gut, dass es hier Gasherde gibt) und danach wieder mit Strom touristisches Souvenir-Shoppen.
Passend zum Verlassen des Museums beginnt ein starkes Gewitter, das Stromausfall in der ganzen Stadt auslöst. Es gab also ein Candle-Light-Dinner für uns (gut, dass es hier Gasherde gibt) und danach wieder mit Strom touristisches Souvenir-Shoppen.
"Der frühe Vogel fängt den Wurm.": Die nächste Tour auf archäologischen Spuren startet morgens um 6 Uhr. Unser Guide ist mit uns ein bisschen außerhalb der Stadt gefahren um uns 3 weitere Fundstellen zu zeigen- Eile, denn um 9 Uhr fährt der Bus nach Cali.
"Der frühe Vogel fängt den Wurm.": Die nächste Tour auf archäologischen Spuren startet morgens um 6 Uhr. Unser Guide ist mit uns ein bisschen außerhalb der Stadt gefahren um uns 3 weitere Fundstellen zu zeigen- Eile, denn um 9 Uhr fährt der Bus nach Cali.
Diesmal konnte man auch bemalte Figuren sehen.
Diesmal konnte man auch bemalte Figuren sehen.
Der Tourguide zeigte uns auch die Pflanzen aus denen die Farben gewonnen wurden.
Der Tourguide zeigte uns auch die Pflanzen aus denen die Farben gewonnen wurden.

Insgesamt dauerte die Heimfahrt 8 Stunden. Erschöpft aber glücklich sind wir nach dem verlängerten Wochenende in Cali gelandet. Und wieder durfte ich mehr der Vielfalt Kolumbiens kennenlernen! Danke für den Urlaub.
Insgesamt dauerte die Heimfahrt 8 Stunden. Erschöpft aber glücklich sind wir nach dem verlängerten Wochenende in Cali gelandet. Und wieder durfte ich mehr der Vielfalt Kolumbiens kennenlernen! Danke für den Urlaub.

Weitere Fotos könnt Ihr wie immer unter "Eindrücke" ansehen.

Danke für Euer Interesse und das Begleiten durch mein Jahr.

Bis bald!


22. MÄRZ 2015: 6 MONATE KOLUMBIEN - DER HALBJAHRESBERICHT

Am 22. September 2014 bin ich in mein Abenteuer Kolumbien gestartet – in wenigen Tagen ist bereits der 22. März 2015: Halbzeit, schon 6 Monate lebe ich mittlerweile in Cali.
Die Zeit vergeht so rasend schnell, dass es sich gar nicht anfühlt, als wäre ich schon so eine lange Zeit hier. Weihnachten ist doch gerade erst gewesen, oder?
Denke ich andererseits darüber nach, wie ich mich in Kolumbien fühle, dann kommt es mir vor, als würde ich schon viel länger hier leben.
Cali ist meine zweite Heimat geworden – eine Stadt, die man mittlerweile im Groben kennt.
Ich komme mit der Verkehrssituation zurecht, habe mich an den Großstadttrubel gewöhnt, ich weiß, wo man günstig einkaufen kann und wo man tanzen gehen kann usw.
„Und du machst hier Urlaub?“, werde ich oft angesprochen.
Stolz kann ich antworten: „Nein, ich lebe hier.“
Und das tue ich wirklich. Schon länger ist Alltag in mein Leben hier eingekehrt.
Alltag jedoch nicht in der negativen Weise, die Langeweile oder Eintönigkeit ausdrückt.
Alltag, in der Hinsicht, dass ich mich hier zuhause fühle und nicht fremd, das ich jeden Tag feste Aufgaben habe und meine Freizeit nutze, um etwas zu erleben.

Ich bin dankbar für die Zeit, die ich hier verbringen darf.

Meine Arbeit macht mir, seit dem neu angebrochenen Schuljahr sehr Spaß.
Die Kinder schenken so viel Freude: die Dankbarkeit und Herzlichkeit, die ich jeden Tag erlebe, macht mich sehr glücklich.
Schon jetzt fragen ich die Kinder, ob ich nicht länger bleiben kann und warum ich schon im September gehen muss –der Abschied wird sehr traurig werden.

Die freiwillige Englisch-AG, die ich mit meiner Mitfreiwilligen Laurien anbiete, läuft sehr gut. Mittlerweile nehmen so viele Kinder teil, dass wir die Gruppen trennen mussten.
Mit Spaß und Spielen versuchen wir, den Kindern Motivation zu geben, die neue Sprache zu lernen.

Seit Anfang des Jahres arbeite ich eng mit zwei blinden Schülern meiner Schule zusammen.
In dem Einzelunterricht kann ich besser auf sie eingehen und sie damit besser fördern.
Die Zusammenarbeit mit dem Englischlehrer  klappt in diesem Fall und auch generell sehr gut.
Auch zu meinen anderen Kollegen habe ich ein gutes Verhältnis.
Ich fühle mich integriert und dadurch sehr wohl.

Ich hoffe sehr, dass ich meiner Aufgabe und meinem Wunsch gerecht werde, eine Hilfe in meiner Schule zu sein und zu erreichen, dass bei den Kindern etwas im Kopf hängen bleibt.
Jedoch versuche ich auch, nicht nur Lehrerin zu sein: Ich bin für die Kinder da, wenn sie jemanden brauchen, der ihnen zuhört, mit ihnen spielt oder sie einfach mal in den Arm nimmt.

Durch meine Arbeit und allgemein das Leben in Cali habe ich schon sehr viel gelernt:
Spontanität, Geduld, Gelassenheit und Improvisationsvermögen sind dabei nur einige Stichwörter.
Die Menschen strahlen so eine Lebensfreude aus – das möchte ich versuchen in mir mit nach Deutschland zu bringen.
Wertschätzung und Dankbarkeit sind weitere Werte, welche für mich hier große Bedeutung gewonnen haben.
Kleinigkeiten, welche ich in Deutschland als selbstverständlich hingenommen habe, haben hier plötzlich mehr Wert für mich.
Das beginnt bei kleinen Dingen, wie beispielsweise eine warme Dusche und reicht bis hin zur Dankbarkeit für genug Essen, ein Dach über den Kopf und eine Familie, die mich liebt – leider Dinge, die hier nicht jeder Mensch besitzt.
Natürlich helfen mir die Kinder auch bei dem Verbessern meines Spanischs – mit viel Geduld und Nachsehen versuchen sie mich zu verstehen und mir zu helfen, die richtigen Wörter zu finden.

Ich erinnere mich an meine Zeit vor Kolumbien und die ersten Tage hier zurück: Ich hatte viele Zweifel, Ängste und Respekt vor meinem Jahr in Cali.
Mittlerweile habe ich gelernt, dass man mit Risiken leben kann und sogar sehr glücklich damit sein kann.
Ich laufe nicht mit Angst durch die Straßen, sondern mit Vorsicht.

Jeden Tag wird man vor neue kleine oder große Herausforderungen gestellt.
Man geht an Grenzen und lernt über sie hinaus zu gehen.
Beispielsweise war ich Anfang des Jahres total überfordert und machtlos, wenn ich mit einer Schulklasse alleine Unterricht halten musste.
Mittlerweile habe ich gelernt mit mehr Ruhe und Geduld, aber auch Strenge den Unterricht zu gestalten und schon haben die Kinder mehr Respekt und arbeiten mit mir gemeinsam.

Ich bin gespannt darauf, was in dem nächsten halben Jahr passieren wird.
Ich bin offen für neue Erfahrungen und Erlebnisse und hoffe, dass ich noch viel lernen darf.
Ich möchte mich weiter verändern und wachsen.
Ich möchte, dass ich nach Deutschland zurück komme und jeder spürt, dass ich ein Jahr in diesem wunderschönen Land verbracht habe.
Die Umstände hier sollen mich prägen und mir für immer im Gedächtnis bleiben!


LÄCHELN

Ich bin sehr glücklich hier in Cali. Ich genieße mein Jahr in vollen Zügen.

 

Trotzdem wäre es gelogen, würde ich behaupten, dass alles immer perfekt ist und ich mit einem 24-Stunden-Grinsen durch die Welt laufe.

Ich bin tausende Kilometer von meiner Familie entfernt, werde teilweise vor Herausforderungen gestellt, die mich an meine Grenzen bringen ...

Manchmal gibt es Momente, in denen ich mir denke, dass ich keine Kraft habe, dass Jahr zu beenden. Momente, in denen ich an mit zweifel und Momente, in denen ich einfach traurig bin.

 

Doch ich spreche von MOMENTEN ... ich kann hier einfach nicht länger traurig sein.

Meine Freundinnen in der WG sind ein unglaublicher Schatz.

Man ist nie alleine, kann immer jemanden zum Reden finden, man wird getröstet, motiviert und an das Positive erinnert.

 

Das Jahr ist zu wertvoll, um es mit Traurigkeit zu füllen.

Ein Blick aus dem Fenster über die Stadt, ein Erfolgserlebnis eines Schülers, ein Gespräch mit einer Freundin, ein Kompliment, Musik - Dinge, die einem ein Lächeln ins Gesicht zaubern und ganz schnell schlechte Stimmung verfliegen lassen.

 

Glücklich sein ist eine Entscheidung!


MEINE KOLUMBIANISCHE KIRCHGEMEINDE

Glaube spielt in Kolumbien eine ganz andere Rolle als in Deutschland.

Viele Menschen sind sehr gläubig und mit Gott verbunden.

Fragt man jemanden, wie es ihm geht, kommt es nicht selten vor, dass man als Antwort "Bien, gracias a Dios" (Gut, danke an Gott) hört.

Circa 90% der Kolumbianer sind katholisch.

Protestantische Kirchen haben jedoch einen in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen.

Diese Kirchen sind unauffälliger als die katholischen Kirchen, wenn man jedoch mit offenen Augen durch die Stadt geht, kann man sehr viele verschiedene entdecken.


Von Anfang an hatte ich den Wunsch, eine Gemeinde in Kolumbien zu finden. 

Jeden Tag bin ich auf meinem Arbeitsweg an einer unauffälligen, protestantischen Kirche vorbeigelaufen.

Irgendwann habe ich den Mut gefasst und angefragt, wann die "Gottesdienste" sind.

Seit diesem Tag gehe ich, wenn ich es zeitlich schaffe, Samstag zur Jugendgruppe meiner Kirche.

Weitere "Gottesdienste" sind Donnerstag Abend und Sonntag von 9.00 Uhr bis ca. 12.00 Uhr.

Am Samstag sind es immer ca. 20 Jugendliche.

Am Anfang spielt eine Band moderne christliche Lieder, deren Texte man auf einer Leinwand nachvollziehen kann.

Danach folgt eine kleine Andacht, die einer der 2 Jugendpfarrer vorbereitet.

Besonders das Arbeiten mit der Bibel ist sehr wichtig.


Von Anfang an wurden wir (Franzi geht in die selbe Gemeinde.) sehr sehr herzlich und mit wortwörtlich offenen Armen empfangen.



DER STRAßENVERKEHR IN CALI

Noch sehr gut kann ich mich an meine ersten Tage in Cali erinnern.

Von heute auf morgen wurde ein ruhiges und geordnetes Meiningen ersetzt von der riesigen, lebendigen und lauten Millionenstadt Cali.


Lautes Hupen dominierte meine Eindrücke vom Straßenverkehr.

Gehupt wird wegen allem: man macht so auf sich aufmerksam, kündigt an, dass man abbiegen will, grüßt Menschen oder andere Autos, warnt andere Beteiligte des Straßenverkehrs, kündigt an, dass man überholen wird oder gibt seiner Ungeduld, dass der Vordermann endlich losfährt.

Man hupt sogar Frauen, die man sieht, hinterher.

Zwischen dem Hupkonzert laufen Straßenverkäufer, die lautstark ihre Waren anpreisen.


Mittlerweile (Heute bin ich genau 5 Monate hier!) höre ich den Lärm kaum noch. Man gewöhnt sich an das Hupen und den Betrieb.

Man gewöhnt sich an den Stau, der vor allem in den "Horas picos" (Hauptverkehrsstunden) an den Geduldsfäden zieht.

Bei jedem Überqueren von Straßen ist Vorsicht geboten, denn sicher kann man sich nie sein, dass das herannahende Auto anhält, wenn man sich auf der Straße befindet.

Auch kann es sein, dass man sehr sehr lange warten muss, bis man endlich eine Straße überqueren kann, denn Zebrastreifen dienen hier nur als Straßenschmuck und das rot einer Ampel wird auch nicht immer ernst genommen.


Ich möchte euch jetzt ein paar der Hauptverkehrsmittel vorstellen:

Allgemein ist zu sagen, dass in jedem einzelnen Transportmittel fast immer laute Salsa-Musik läuft.

TAXIS


In Deutschland bin ich 1 Mal Taxi gefahren - hier fahre ich fast täglich.

Das Taxi ist das unkomplizierteste und schnellste Verkehrsmittel.

Sie dominieren das Stadtbild, da es mehr Taxis gibt, als normale Autos. Die Grenze von 4 Personen + Fahrer lässt sich leicht auf 6 Personen + Fahrer ausdehnen.

Man hält die Taxi entweder auf der Starße an oder bestellt sich eins bei der Taxihotline. Ein Taxometer bestimmt den Endpreis, auf den Sonntags und bei Nacht ein Aufschlag gegeben wird.

Eine Taxifahrt ist im Vergleich zu Deutschland unglaublich günstig.


MIO


Der MIO-Bus ist ein Linienbussystem, dass es erst seit wenigen Jahren gibt.

Die modernen, klimatisierten Busse fahren bestimmte Routen und halten nur an gewissen Haltestellen an. Es gibt kleinere HS an der Straße und große "Halteanlagen".

Der MIO hat in manchen Straßen seine eigene Fahrspur, die nur diese Busse passieren dürfen.

Man zahlt mit einer Karte, auf welche man an den Busstationen oder in Supermärkten Geld laden kann, an einem Automaten am Buseingang. Diese Karte "merkt" sich, dass man gezahlt hat und man kann folglich so oft wie man möchte umsteigen in einer begrenzten Zeit.

Praktisch! Eine Fahrt kostet nur 1700pesos (70cent).


BUSETA


Die Busetas sind kleine, relativ alte Busse, welche auf festgelegten Routen fahren.

Man kann sie überall an der Straße anhalten und an jeder beliebigen Stelle aussteigen, dazu muss man nur dem Fahrer Bescheid geben.

1700 Pesos zahlt man beim Fahrer beim Einsteigen in den Bus.

CHIVA


Diese wunderschönen, bunten Bussen sieht man in Cali selten.

Die Chivas fahren ehr in den umliegenden Dörfern.

Ich selber bin noch nie mit einer gefahren.

Die Sitze sollen wie Bierbänke sein, auf denen es sehr eng werden kann, wenn viele Menschen mitfahren.


In Cali trifft man ehr auf die "Party-Chivas": Bei diesen Fahrzeugen wurden die Sitze entfernt und Musikboxen eingebaut. Feierwütige Menschen können sich eine Chiva mieten und feiernd durch die Stadt fahren.

JEEP


Der Jeep funktioniert wie die Buseta.

Jeder Jeep hat eine feste Route, deren Ziel in der Frontscheibe angezeigt wird. Mit rausgestreckter Hand hält man ihn an und nimmt auf einer, der sich gegenüber stehenden, Bänke Platz.

Sind die Sitzplätze voll, dann können Menschen noch auf kleinen Hockern zwischen den beiden Sitzreihen oder auf einem Trittbrett hinten Platz finden.


Oft transportieren Menschen irgendwelche Dinge, welche dann entweder auf dem Dach platziert werden oder mit in den Raum gequetscht werden, in dem die Mitfahrer sitzen.

Die 1500pesos (60 Cent) zahlt man irgendwann während der Fahrt.

Mit einem "por aqui,por favor" (hier, bitte) zeigt man dem Fahrer, dass man aussteigen möchte - oft gar nicht so leicht in den überfüllten Jeeps.


Mein Rekord liegt bei 24 Menschen in einem Fahrzeug!



MOTOS


In Cali gibt es mindestens so viele Motorräder wie Autos. Es ist billiger als ein Auto und außerdem kommt man wesentlich schneller voran, da man sich überall "durchschummeln" kann.

Auf den Motos muss man hier Westen tragen, welche das Nummernschild aufgenäht haben.


Eine Regel verbietet, dass Männer hinten auf dem Moto sitzen, da sie eine Waffe mitführen könnten.


Fahren darf man ab 18 Jahren und mit Erlaubnis der Eltern bereit mit 16 Jahren.

CARRO


Autos gibt es nicht so viele, wie ich erwartet hätte.

Es ist einfach zu teuer.


Generell haben hier alle Autos verdunkelte Scheiben.

Je teurer die Autos, desto dunkler die Scheibentönung - obwohl es ab einem gewissen Dunkelgrad verboten ist.


"Pico y plata" versucht den Verkehr zu reduzieren: Jedes Auto hat einen Tag, an dem es nicht fahren darf.


BESUCH!!!

Moment mal ... wer hat sich denn da in das Foto geschlichen?


Am 8. Februar kam mich einer meiner besten deutschen Freunde besuchen. Florian macht ein FSJ in Ecuador, meinem Nachbarland.

Eine fast 20 stündige Busfahrt trennt uns voneinander - eine Distanz, welche nicht so eine riesige Hürde darstellt.

Eine Woche hat er bei mir gelebt, hat meine neue Heimat, meine Freunde, meine Arbeit und das Lebensgefühl in Cali kennengelernt.

Es war schön ihn hier zu haben. Es hat ein Stück Deutschland und "alte Heimat" zu mir gebracht.

Die Zeit verging viel zu schnell, jedoch plane ich ihn auch in Ecuador zu besuchen.

Mal schauen ... :)


Danke, dass du hier warst Gegi!


ZWISCHENSEMINAR

Wie die Zeit hier in Kolumbien rast musste ich wieder einmal feststellen, als wir am 2. Februar mit dem Zwischenseminar starteten.

Zugegebenermaßen war es nicht direkt nach der Hälfte der Zeit, jedoch trotzdem ein komisches Gefühl, dass so viel Zeit schon vergangen ist.

Ulla und Clara (Mitarbeiterinnen von SfL in Deutschland)  sind angereist um mit uns 5 Tage zu reflektieren, neue Ideen für die Restzeit zu sammeln und sich über Erfahrungen und  Erlebnisse auszutauschen.


Montag schauten wir 4 Einsatzstellen anderer Freiwilliger an.

Die Grundschule von Max und Rene, welche in einem der gefährlichsten Viertel Cals liegt,

Ingas Einsatzstelle, ein super modernes Freizeitzentrum (so etwas habe ich echt noch nie irgendwo gesehen - beeindruckend modern und fortschrittlich), in das Kinder aus Aguablanca (ärmstes Viertel Calis) in ihrer Freizeit kommen dürfen,

Ruths Einsatzstelle, eine Schule + Freizeiteinrichtung, welche von Nonnen geleitet wird und

Vronis Einsatzstelle: ein WG für Jugendliche ab 18 Jahren, die zu alt für Kinderheime sind und dort auf ein selbstständiges Leben vorbereitet werden.


Dienstag begann das Seminar, welches im Colegio de las Aguas stattfand.

Wir nutzten den Tag um alle Probleme auf den Tisch zu bringen.
Es ging über Probleme in Einsatzstellen, WG-Probleme, Fragen an die Organisationen usw usw.

Der Tag war sehr anstrengend und ließ vorausdeuten, dass die nächsten Tage kein "Zuckerschlecken" werden sollten.

Mittwoch und Donnerstag waren gefüllt von Diskussionen, klärenden Gesprächen, Fragen und Arbeiten in Kleingruppen.

Es war wichtig, dass es Klärung gab!

Freitag trafen wir uns gemeinsam mit Vertretern der Einsatzstellen um über Vernetzung, Sicherheit und die Arbeit in den Institutionen zu sprechen.


Das Seminar war anstrengend, aber produktiv.

Außerdem war es schön, die Woche gemeinsam mit allen Freiwilligen zu verbringen, denn seitdem so viele ausgezogen sind, sehen wir uns kaum alle zusammen.






LOS TRES CRUZES

Diese 3 Kreuze stehen auf einem Berg, ganz in der Nähe unseres Hauses. Er dient als Sportprogramm und Ausflugsziel.

Spätestens um 7 sollte man aufbrechen, da es sonst zu warm wird.


Als größere Gruppe sind wir kurz vor 7 Uhr aufgebrochen, trotzdem wurde es sehr schnell sehr warm und jeder Schritt immer anstrengender.

Nach etwas mehr als einer Stunde sind wir geschafft, aber zufrieden oben angekommen.

An Pause ist jedoch nicht zu denken, denn oben findet man Sportgeräte, an denen die Einheimischen trainieren.

Viele kommen fast jeden Tag zu den 3 Cruzes.

Wir haben uns erstmal eine Pause versprochen und den nächsten Aufstieg frühstens auf den nächsten Monat verschoben.


Auf dem Rückweg hat man dann endlich Kraft die schöne Aussicht zu genießen.

Ich muss sagen, alleine dafür lohnt sich die Anstrengung!


Die erste volle Seite meines Blogs zeigt nur nochmals wie viel ich hier in Kolumbien erlebe.
Von nun an werde ich euch hier über mein Leben in Cali auf dem neusten Stand halten.

Schon der erste Artikel wird voller neuer Eindrücke und Erlebnisse sein, denn ich habe die letzten 2 Wochen des alten Jahres mit meiner besten Freundin Pauline und Reisen verbracht.


Aber jetzt langsam und alles der Reihe nach ...

18.12.: Wir haben unser erstes Weihnachtskonzert in einem großen Einkaufscenter. Die letzten Tage haben wir mit einem kolumbianischen Chorleiter dafür deutsche und englische Weihnachtslieder eingeübt. Weitere 2 Auftritte folgten.
18.12.: Wir haben unser erstes Weihnachtskonzert in einem großen Einkaufscenter. Die letzten Tage haben wir mit einem kolumbianischen Chorleiter dafür deutsche und englische Weihnachtslieder eingeübt. Weitere 2 Auftritte folgten.
20.12.: Es gibt ein großes Weihnachtsessen in meiner Kirche. (Ich werde euch bald mehr von derKirche erzählen.) Unser Plan Pizzaschnecken mitzubringen wurde von fehlendem Gas im Haus erübrigt. (Wir hatten nicht gezahlt.) Also machten wir deutsche Waffeln
20.12.: Es gibt ein großes Weihnachtsessen in meiner Kirche. (Ich werde euch bald mehr von derKirche erzählen.) Unser Plan Pizzaschnecken mitzubringen wurde von fehlendem Gas im Haus erübrigt. (Wir hatten nicht gezahlt.) Also machten wir deutsche Waffeln
Es gab viele typisch-kolumbianische Weihnachtsgerichte, die ich leider nicht probieren konnte, da ich direkt nach dem Gottesdienst zum Flughafen aufgebrochen bin. Helena und Franzi sagten mir jedoch, dass die Waffeln sehr gut angekommen sind.
Es gab viele typisch-kolumbianische Weihnachtsgerichte, die ich leider nicht probieren konnte, da ich direkt nach dem Gottesdienst zum Flughafen aufgebrochen bin. Helena und Franzi sagten mir jedoch, dass die Waffeln sehr gut angekommen sind.
Nach über 4 Monaten sehe ich meine beste Freundin wieder. Pauline ist von ihrer neuen Heimat Cartagena nach Cali geflogen, um mit mir Weihnachten und Silvester zu vrbringen. Ich war so aufgeregt und glücklich!
Nach über 4 Monaten sehe ich meine beste Freundin wieder. Pauline ist von ihrer neuen Heimat Cartagena nach Cali geflogen, um mit mir Weihnachten und Silvester zu vrbringen. Ich war so aufgeregt und glücklich!
21.12.: Kaum angekommen ging es los: Zusammen mit Franzi fuhren wir nach Silvia (ca. 3 Std. Fahrt), ein kleines und sehr kaltes Dorf, in dem und deren Umgebung Guambianos (indigenes Volk) leben
21.12.: Kaum angekommen ging es los: Zusammen mit Franzi fuhren wir nach Silvia (ca. 3 Std. Fahrt), ein kleines und sehr kaltes Dorf, in dem und deren Umgebung Guambianos (indigenes Volk) leben
Ein kleines, schlichtes Hostel (nur ca. 4€ die Nacht) war schnell gefunden. Silvia ist ein sehr kalter Ort, für uns fühlte es sich wohl noch kälter an, da wir aus Cali gar keine Kälte gewohnt sind. Im Zimmer war es sogar noch kälter als draußen.
Ein kleines, schlichtes Hostel (nur ca. 4€ die Nacht) war schnell gefunden. Silvia ist ein sehr kalter Ort, für uns fühlte es sich wohl noch kälter an, da wir aus Cali gar keine Kälte gewohnt sind. Im Zimmer war es sogar noch kälter als draußen.
Um keine Zeit zu verlieren begannen wir unsere "Stadt"-rundgang.
Um keine Zeit zu verlieren begannen wir unsere "Stadt"-rundgang.
In ganz Kolumbien sieht man in der Weihnachtszeit Weihnachtskrippen: von groß bis klein und in den verschiedensten Formen.
In ganz Kolumbien sieht man in der Weihnachtszeit Weihnachtskrippen: von groß bis klein und in den verschiedensten Formen.
endlich "Schnee" - den Schnee vermisse ich wirklich
endlich "Schnee" - den Schnee vermisse ich wirklich
Die Guambianos tragen jeden Tag ihre traditionelle Kleidung: Filzhüte, blaue Röcke die Männer, schwarze Röcke der Frauen, dunkle Ponchos die Männer, die Frauen blaue Tücher über den Schultern.
Die Guambianos tragen jeden Tag ihre traditionelle Kleidung: Filzhüte, blaue Röcke die Männer, schwarze Röcke der Frauen, dunkle Ponchos die Männer, die Frauen blaue Tücher über den Schultern.
Mittagessen gab es in einem kleinen traditionellen "Restaurant". Das Foto zeigt schon fast den kompletten einzigen Raum, in dem gekocht und gegessen wurde. Es gab Sancocho, die traditionelle Suppe mit Mais, Hühnchen und Yuca unserer Region.
Mittagessen gab es in einem kleinen traditionellen "Restaurant". Das Foto zeigt schon fast den kompletten einzigen Raum, in dem gekocht und gegessen wurde. Es gab Sancocho, die traditionelle Suppe mit Mais, Hühnchen und Yuca unserer Region.
Nach der Stärkung ging es mit Pferden bergauf zu einem kleinen See
Nach der Stärkung ging es mit Pferden bergauf zu einem kleinen See
Ziel nach ca. 1 Stunde erreicht ...
Ziel nach ca. 1 Stunde erreicht ...
... einfach nur wunderschön!
... einfach nur wunderschön!
Nach einem sehr leckeren und dazu noch günstigen Abendessen verbrachte ich meine bis jetzt kälteste Nachtin Kolumbien: T-Shirt, langärmliges Shirt, Fleecejacke und 3 Decken und trotzdem habe ich gefroren.
Nach einem sehr leckeren und dazu noch günstigen Abendessen verbrachte ich meine bis jetzt kälteste Nachtin Kolumbien: T-Shirt, langärmliges Shirt, Fleecejacke und 3 Decken und trotzdem habe ich gefroren.
Am nächsten Morgen fuhren wir 1 Std nach Popayan, eine Kolonialstadt mit ca. 250.000 Einwohnern. Vormittags hielten wir uns dort jedoch nicht lange auf, sondern fuhren in das nahegelegene Dorf Coconuco. Mit dem Jeep ging es von da zu Thermalquellen.
Am nächsten Morgen fuhren wir 1 Std nach Popayan, eine Kolonialstadt mit ca. 250.000 Einwohnern. Vormittags hielten wir uns dort jedoch nicht lange auf, sondern fuhren in das nahegelegene Dorf Coconuco. Mit dem Jeep ging es von da zu Thermalquellen.
38°C warmes Wasser und diese Landschaft - was will man mehr!
38°C warmes Wasser und diese Landschaft - was will man mehr!
Beim Warten auf den Bus, was leider 1 Stunde war, holten wir uns alle einen Sonnenbrand. Wie passend so kurz vor Weihnachten.
Beim Warten auf den Bus, was leider 1 Stunde war, holten wir uns alle einen Sonnenbrand. Wie passend so kurz vor Weihnachten.
Nach dem gemütlichen Aufenthalt fuhren wir zurück nach Popayan. Die Stadt ist bekannt für ihre weißen Häuserfassaden. Unglaublich viele Menschen nutzten diesen heißen und sonnigen Tag, weswegen die Stadt sehr sehr voll war.
Nach dem gemütlichen Aufenthalt fuhren wir zurück nach Popayan. Die Stadt ist bekannt für ihre weißen Häuserfassaden. Unglaublich viele Menschen nutzten diesen heißen und sonnigen Tag, weswegen die Stadt sehr sehr voll war.
La Catedral von Popayan
La Catedral von Popayan
Mit Resiseführern und den großen Rucksäcken konnten wir kaum verbergen, dass wir Touristen sind - einen Status, den ich eigentlich nicht gerne habe, da wir doch Kolumbianerinnen sein wollen.
Mit Resiseführern und den großen Rucksäcken konnten wir kaum verbergen, dass wir Touristen sind - einen Status, den ich eigentlich nicht gerne habe, da wir doch Kolumbianerinnen sein wollen.

23.12.:
Pauline und ich besorgten letzte Weihnachtsgeschenke und schlenderten ein wenig durch San Antonio.

Abends hatten wir wieder einen Chorauftritt.


24.12.:
Weihnachten kam auch in Kolumbien viel zu spontan. Hektik brach in der ganzen WG aus: Jeder wollte noch backen, musste noch etwas kochen oder für den Abend vorbereiten. Weihnachtsmusik tönte durch das Haus und alle wirbelten umher. Absoluter Stress und absolutes Chaos.

Roxane, Pauli und ich waren um 18 Uhr bei Iváns Familie eingeladen.

Wir nutzten den Vormittag um Vanillekipferl, Butterplätzchen, Brot und Mousse au Chocolat zu machen.

Duschen und schick machen (ich hatte mein Sommerkleid an) und schon ging es mit dem Taxi in den Norden der Stadt.

Als wir ankamen waren nur Iván und sein Bruder im Haus. Wir halfen den beiden Kartoffel-Gratin zu kochen und den Tisch vorzubereiten, dass alles fertig ist, wenn die Familie zurück kommt.
Als wir ankamen waren nur Iván und sein Bruder im Haus. Wir halfen den beiden Kartoffel-Gratin zu kochen und den Tisch vorzubereiten, dass alles fertig ist, wenn die Familie zurück kommt.
Gemeinsam mit der gesamten Familie und Freunden haben wir dann 23 Uhr gegessen: Es gab Truthahn. Es waren so viele Menschen, dass nicht mal alle einen Sitzplatz am Tisch hatten. Wir wurden mit offenen Armen empfangen und wie Familienmitglieder behandelt.
Gemeinsam mit der gesamten Familie und Freunden haben wir dann 23 Uhr gegessen: Es gab Truthahn. Es waren so viele Menschen, dass nicht mal alle einen Sitzplatz am Tisch hatten. Wir wurden mit offenen Armen empfangen und wie Familienmitglieder behandelt.
Mitternacht wurde dann mit dem Auspacken der Geschenke begonnen. Nacheinander bekam jeder seine Geschenke und hatte beim Auspacken die vollste Aufmerksamkeit aller Familienmitglieder. Jeder freute sich für den anderen mit, als wäre es auch sein Geschenk.
Mitternacht wurde dann mit dem Auspacken der Geschenke begonnen. Nacheinander bekam jeder seine Geschenke und hatte beim Auspacken die vollste Aufmerksamkeit aller Familienmitglieder. Jeder freute sich für den anderen mit, als wäre es auch sein Geschenk.

Danach kamen noch mehr Freunde vorbei und wir feierten auf der Straße bis 6 Uhr weiter und entschieden uns dann spontan, dass wir dort schlafen werden. Wie Sardinen in der Dose schliefen wir zu 6. auf dem Wohnzimmerboden und fuhren dann gegen Mittag, nach einem gemeinsamen Frühstück, nach Hause.


25.12.:

BEGINN DER FERIA.

Die Feria ist das Ereignis, auf welches Cali das komplette Jahr hinfiebert.

Bis zum 31. Dezember sind in der ganzen Stadt Partys, Umzüge und Konzerte. Salsa Salsa Salsa!

Tausende Touristen kommen in die Stadt um das Spektakel zu sehen.

Diese Zeit ist die gefährlichste im ganzen Jahr, deswegen habe ich auch kaum Fotos, da ich meine Kamera aus Sicherheit nie mitgenommen habe.


Das Video fässt die Stimmung und einige Events sehr gut zusammen:

Nachdem wir den Anfang des Abends mit traditioneller pazifischer Musik und typischem Essen auf dem Thementag "Día de Pacífico" verbracht haben, gingen wir noch Tanzen. Auf einer großen Terasse wird Salsa, aber auch spanische Elektro-Musik gespielt.
Nachdem wir den Anfang des Abends mit traditioneller pazifischer Musik und typischem Essen auf dem Thementag "Día de Pacífico" verbracht haben, gingen wir noch Tanzen. Auf einer großen Terasse wird Salsa, aber auch spanische Elektro-Musik gespielt.
27.12.: Ein bisschen Sight-Seeing musste natürlich auch sein.  - La Ermita -
27.12.: Ein bisschen Sight-Seeing musste natürlich auch sein. - La Ermita -
Natürlich war das Wetter passend windterlich und äußerst kalt :D
Natürlich war das Wetter passend windterlich und äußerst kalt :D

Abends haben wir uns dann als Abschluss unserer gemeinsamen Zeit in Cali die Weihnachtsbeleuchtung (Alumbrado) angeschaut.
Die Tage der Feria beenden wir erschöpft und mit Hüftschmerzen vom ganzen Salsa-Tanzen.

28.12.: Es begann unsere Urlaubszeit zu zweit. Mit dem Bus sind wir über Armenia nach Salento in die Kaffeezone gefahren.
28.12.: Es begann unsere Urlaubszeit zu zweit. Mit dem Bus sind wir über Armenia nach Salento in die Kaffeezone gefahren.
Sofort besuchten wir eine Kaffee-Finca, in welcher Kaffee noch in mühevoller Handarbeit geerntet und verabreitet wird. Die Besitzer arbeiten ohne jegliche Chemikalien und auch nicht in Massenproduktion.
Sofort besuchten wir eine Kaffee-Finca, in welcher Kaffee noch in mühevoller Handarbeit geerntet und verabreitet wird. Die Besitzer arbeiten ohne jegliche Chemikalien und auch nicht in Massenproduktion.

In einer Führung lernten wir viel über den Anbau, verschiedene Kaffeesorten, den Export (Kolumbien exportiert den besten Kaffee und im Land trinkt man nur den "schlechteren") und die Zubereitung. Kaffee ohne Zucker und Milch - noch nicht meins.
In einer Führung lernten wir viel über den Anbau, verschiedene Kaffeesorten, den Export (Kolumbien exportiert den besten Kaffee und im Land trinkt man nur den "schlechteren") und die Zubereitung. Kaffee ohne Zucker und Milch - noch nicht meins.
29.12.: Mit diesem Frühstück starteten wir in den neuen Tag. Unser Hostel bot kostenlosen Kaffee an, da Pauli und ich sonst fast nie Kaffee trinken, hatten wir nach den Tagen dort Bauchschmerzen und beschlossen eine Kaffeepause für die nächsten Tage.
29.12.: Mit diesem Frühstück starteten wir in den neuen Tag. Unser Hostel bot kostenlosen Kaffee an, da Pauli und ich sonst fast nie Kaffee trinken, hatten wir nach den Tagen dort Bauchschmerzen und beschlossen eine Kaffeepause für die nächsten Tage.
7 Hängebrücken mussten wir auf dem Weg zum Ziel überqueren - immer nur einer, da sonst Einbrechgefahr besteht.
7 Hängebrücken mussten wir auf dem Weg zum Ziel überqueren - immer nur einer, da sonst Einbrechgefahr besteht.
Ziel erreicht: Casa de los Colibris
Ziel erreicht: Casa de los Colibris
Absolute Ruhe ...
Absolute Ruhe ...
Der Rückweg führte uns durch das berühmte Tal mit den Wachspalmen, der Nationalbaum Kolumbiens. An keinem anderem Ort kommen die Palmen in einer solchen Vielzahl vor. Dieser Ort musste natürlich für ein Fotoshooting genutzt werden.
Der Rückweg führte uns durch das berühmte Tal mit den Wachspalmen, der Nationalbaum Kolumbiens. An keinem anderem Ort kommen die Palmen in einer solchen Vielzahl vor. Dieser Ort musste natürlich für ein Fotoshooting genutzt werden.

30.12.: Tschüss Salento - Hallo Medellín: 7 Stunden in einem sehr bequemen Bus auf einer unglaublich kurvigen Strecke brachten uns in die 2.-größte Stadt Kolumbiens.
30.12.: Tschüss Salento - Hallo Medellín: 7 Stunden in einem sehr bequemen Bus auf einer unglaublich kurvigen Strecke brachten uns in die 2.-größte Stadt Kolumbiens.
Eine Freundin aus Medellin hat uns ein Hostel mit warmen Wasser und kleiner Küche (Problem: Es gab nur einen Topf, nichts weiter.) vermittelt. Nach dem Einkaufen und dem ersten Erkunden der Umgebung gab es Reis+Bohnen - wir sind schon so kolumbianisch ;)
Eine Freundin aus Medellin hat uns ein Hostel mit warmen Wasser und kleiner Küche (Problem: Es gab nur einen Topf, nichts weiter.) vermittelt. Nach dem Einkaufen und dem ersten Erkunden der Umgebung gab es Reis+Bohnen - wir sind schon so kolumbianisch ;)
Spät Abends trafen wir uns mit Freunden von Pauli. Sie zeigten uns die Weihnachtsbeleuchtung. Ich dachte Cali hätte ein tolles Alumbrado, aber Medellin toppt es um Längen! Einfach nur verrückt dieser ganze Aufwand.
Spät Abends trafen wir uns mit Freunden von Pauli. Sie zeigten uns die Weihnachtsbeleuchtung. Ich dachte Cali hätte ein tolles Alumbrado, aber Medellin toppt es um Längen! Einfach nur verrückt dieser ganze Aufwand.
Der komplette Fluss ist beleuchtet und mit großen Figuren bestückt.
Der komplette Fluss ist beleuchtet und mit großen Figuren bestückt.
Einige Taxi-Minuten brachten uns ins "Pueblito Paisa", ein Teil Medellins in dem ein typisches dmaliges Paisa-Dorf (Paisa heißt die Region,in der Medellin liegt.) zu besuchen ist. Außerdem hat man von dort einen tollen Blick auf die Stadt.
Einige Taxi-Minuten brachten uns ins "Pueblito Paisa", ein Teil Medellins in dem ein typisches dmaliges Paisa-Dorf (Paisa heißt die Region,in der Medellin liegt.) zu besuchen ist. Außerdem hat man von dort einen tollen Blick auf die Stadt.
31.12.: Unser Stadtbesichtigungstag startete am Platz Botero mit 23 Bronze-Skulpturen. Weiter ging es über einen großen Markt, dessen Stände Kleidung, Schmuck, Brillen etc. etc. anoboten.
31.12.: Unser Stadtbesichtigungstag startete am Platz Botero mit 23 Bronze-Skulpturen. Weiter ging es über einen großen Markt, dessen Stände Kleidung, Schmuck, Brillen etc. etc. anoboten.
Das Foto zeigt den Pájaro de Paz (Friedensvogel) . Das Original (links) wurde von einer Autobombe der Guerilla zerfetzt. Viele junge Menschen starben. Als Zeichen, dass Kunst stärker ist als Gewalt wurde die unzerstörte Kopie aufgestellt.
Das Foto zeigt den Pájaro de Paz (Friedensvogel) . Das Original (links) wurde von einer Autobombe der Guerilla zerfetzt. Viele junge Menschen starben. Als Zeichen, dass Kunst stärker ist als Gewalt wurde die unzerstörte Kopie aufgestellt.
Mit dem "Metrocable" schwebten wir Nachmittags über die Dächer der Großstadt in den Naturpark Arví.
Mit dem "Metrocable" schwebten wir Nachmittags über die Dächer der Großstadt in den Naturpark Arví.
40 Minuten Fahrt über einen großen Wald ließen einen den Stadtlärm und die Menschenmassen vergessen. Aufgrund der Höhe war es gleich etwas kühler
40 Minuten Fahrt über einen großen Wald ließen einen den Stadtlärm und die Menschenmassen vergessen. Aufgrund der Höhe war es gleich etwas kühler
Da Silvester in Kolumbien ein Familienfest ist und wir weder Freunde noch Familie in Medellin hatten, verbrachten wr den Abend allein. Das einzige geöffnete Restaurant in der Nähe war eine Pizzeria, in der wir dann unser Festessen kauften.
Da Silvester in Kolumbien ein Familienfest ist und wir weder Freunde noch Familie in Medellin hatten, verbrachten wr den Abend allein. Das einzige geöffnete Restaurant in der Nähe war eine Pizzeria, in der wir dann unser Festessen kauften.
Leider konnten wir die vielen kolumbianischen Silvester-Traditionen nicht miterleben. Sie tragen gelbe Unterwäsche, stecken sich Linsen ins Portemonaie für Geld und essen 12 Weintrauben verbunden mit Wünschen für jeden Monat.
Leider konnten wir die vielen kolumbianischen Silvester-Traditionen nicht miterleben. Sie tragen gelbe Unterwäsche, stecken sich Linsen ins Portemonaie für Geld und essen 12 Weintrauben verbunden mit Wünschen für jeden Monat.
Mir Ananaslimonade und Schokoladen sind wir 0 Uhr in das neue Jahr gestartet. Da momentan ich das Jahr aber ehr von September bis September sehe fühlte es sich für mich nicht wirklich wie Silvester an.
Mir Ananaslimonade und Schokoladen sind wir 0 Uhr in das neue Jahr gestartet. Da momentan ich das Jahr aber ehr von September bis September sehe fühlte es sich für mich nicht wirklich wie Silvester an.

1.01.: Mit dem Cousin meiner kolumbianische Freundin trafen wir uns in "El Poblado", das reichste Viertel Medellins. Wir besuchten eine Mall, welche zur Weihnachtszeit eine Eisbahn hat. Eine Eisbahn bei über 30°C...
1.01.: Mit dem Cousin meiner kolumbianische Freundin trafen wir uns in "El Poblado", das reichste Viertel Medellins. Wir besuchten eine Mall, welche zur Weihnachtszeit eine Eisbahn hat. Eine Eisbahn bei über 30°C...
2.01.: Schon war die gemeinsame Zeit vorbei. Mit einer Stunde Verspätung startete mein Flieger nach Hause. Medellin ist eine schöne Stadt, doch Cali ist schon zur Heimat geworden. Mit offenen Armen wurde ich von meiner WG-Familie empfangen. :)
2.01.: Schon war die gemeinsame Zeit vorbei. Mit einer Stunde Verspätung startete mein Flieger nach Hause. Medellin ist eine schöne Stadt, doch Cali ist schon zur Heimat geworden. Mit offenen Armen wurde ich von meiner WG-Familie empfangen. :)

Das war der detaillierte Bericht von unserem Urlaub.
Weitere Fotos werdet ihr bald unter "Eindrücke" finden.

Liebe Grüße aus der kolumbianischen Hitze.