JOHANNA IN KOLUMBIEN

Mein Leben in Cali


Jeder Augenblick ist von unendlichem Wert.

Seneca


22. JUNI - 9 MONATE KOLUMBIEN

Mir kommt es vor, als hätte ich den letzten Monatsbeitrag erst vor einer Woche geschrieben.

Wie kann es sein, dass die Zeit so rast?

274 Tage bin ich jetzt schon hier. Tage voller Eindrücke, Erlebnisse, neuen Erfahrungen, Tränen, Glücksmomente.

Ich bin glücklich hier und kann es mir, trotz Freude auf Zuhause, nicht vorstellen in weniger als 80 Tagen zu fliegen.

Kolumbien mit seiner Vielfalt und seinem Reichtum hat mein Herz schon lange gewonnen und dort einen festen Platz eingenommen.


Ich bin dankbar für die Zeit, die mir bleibt und werde diese in vollen Zügen genießen!!!


FAMILIENAUSFLUG NACH BUGA UND ZUM LAGO CALIMA

Montag war Feiertag und den nutzten wir um zum Lago Calima zu fahren.

Dieser riesige künstlich angelegte See (für touristische Zwecke und zur Stromgewinnung) liegt ungefähr 2 Stunden von Cali entfernt.

Der ganze Weg lässt einen eine unglaublich schöne Landschaft genießen.


Mein kleiner Gastbruder ist nicht mitgekommen, deswegen ist er auf den Fotos nicht zu sehen.


ENDLICH HAT ES GEKLAPPT: ICH LEBE IN EINER GASTFAMILIE !!!

Nach wochenlangen Versuchen hat es nun endlich geklappt.

Seit Montag lebe ich in der Familie einer meiner Arbeitskollegen.

Für ein paar Wochen will ich tiefer in die kolumbianische Kultur eintauchen, mein Spanisch verbessern und neue Leute kennenlernen.


Die Familie wohnt nah an meiner Schule, was meinen Arbeitsweg wesentlich verkürzt.

Ich habe jetzt 2 Gastbrüder: Der kleinere ist 9 Jahre alt und der größere 16.

Obwohl die Wohnung der Familie sehr klein ist, haben sie mich mit Freude und viel Herzlichkeit aufgenommen.

Von Anfang an wurde ich in den Alltag mit eingespannt.


Ich hoffe, dass ich hier viel lernen kann und wir gemeinsam eine tolle Zeit haben.


VERLÄNGERTES WOCHENENDE = REISEZEIT: 2 TAGE MANIZALES

Freitagnacht stand dann endlich fest, dass wir Samstagmorgen gegen 4:30 Uhr aufbrechen wollten.

Die Rucksäcke standen gepackt im Zimmer.

Das Ziel stand fest: Manizales, den Rest jedoch, wollten wir spontan regeln.

Ohne ein gebuchtes Hostel ging es los in die 450.000 Einwohner große Stadt im Kaffee-Dreieck (6 Std. Fahrt).


Gegen Mittag kamen Franzi und ich an und begaben uns auf die Suche nach einem Hostel.

Schlussendlich fanden wir ein "Hotel", in welchem wir für je 15.000 pesos (6€),eine Nacht im Doppelzimmer mit Fernseher und eigenem Bad verbringen konnten.


Wir stellten unsere Sachen ab und gingen sofort los.

Es ist eine schöne Stadt: viel kühler als in Cali und die Menschen sehen dort wesentlich europäischer aus, sodass wir kaum auffielen.

Manizales ist sehr lebendig und hat ein paar schöne Plätze, Statuen und Kirchen zu bieten.

Bei einem Mangosaft schauten wir die letzten Minuten des Champions-League Finale und dann später beim Abendessen das Spiel Kolumbien gegen Costa Rica. Die Stadt war deswegen voll von Menschen im gelben Nationaltrikot.


-> Nächste Woche beginnt der "Copa América" in Chile
     (Fußballmeisterschaft in Lateinamerika). Alle Kolumbianer und auch
      wir sind schon sehr aufgeregt und in Vorfreude.


Am nächsten Tag sind wir in ein nahegelegenes Naturreservat gefahren:
wunderschöne Landschaft, Schmetterlinge, Kolibris und Orchideen.

Franzi und ich kamen im Wanderoutfit, während der Rest der Gruppe (überwiegend Rentner) sehr schick angezogen und gestylt war - naja, irgendwie muss man ja auffallen.


Nach der Tour sind wir zurück ins Hotel gefahren, haben unsere Sachen geschnappt und sind nach Hause gefahren.


Leider war es das ganze Wochenende so bewölkt, dass man nicht ein Mal den Nevado de Ruiz  ( zweithöchster aktiver Vulkan der nördl. Halbkugel) gesehen hat, welcher eigentlich nur 30km von Manizales entfernt liegt.


Es war ein toller Kurzurlaub, der sich auf jeden Fall gelohnt hat!

Mit der Seilbahn fährt man vom Terminal in die Innenstadt
Mit der Seilbahn fährt man vom Terminal in die Innenstadt
Die Stadt liegt in einem Tal, umgeben von hohen Bergen
Die Stadt liegt in einem Tal, umgeben von hohen Bergen
Die Kathedrale von Manizales
Die Kathedrale von Manizales
Blick vom Aussichtsturm
Blick vom Aussichtsturm
Denkmal zur Erinnerung an die Kolonisation Manizales
Denkmal zur Erinnerung an die Kolonisation Manizales
Die Kathedrale bei Nacht: Blick von unserem Balkon - unser Hotel war direkt am großen Kathedral-Vorplatz , auf dem Balkon fühlte man sich wie eine Königin
Die Kathedrale bei Nacht: Blick von unserem Balkon - unser Hotel war direkt am großen Kathedral-Vorplatz , auf dem Balkon fühlte man sich wie eine Königin
Kirche aus Holz
Kirche aus Holz
mit einem Regenbogen verabschiedete sich die Stadt von uns
mit einem Regenbogen verabschiedete sich die Stadt von uns

MEIN GEBURTSTAG IN KOLUMBIEN

Der Zeitunterschied ist schon praktisch: Als ich um 2 Uhr in der Nacht aufgewacht bin, konnte ich schon die ersten Glückwünsche lesen.
Letztendlich bin ich dann gegen 9 Uhr aufgestanden mit der Vorfreude die Päckchen von meiner Familie und meinen Großeltern auszupacken.

Kaum hatte ich die Augen offen, tönte eine Salsa-Version von "Happy Birthday" durchs Zimmer.

Das Paket meiner anderen Großeltern ist passend am Samstagmorgen angekommen.

Bevor ich mit dem Auspacken anfangen konnte, hatte sich schon fast die ganze WG in unserem Zimmer versammelt um mir zu gratulieren und mir beim Auspacken zuzuschauen.

Süßigkeiten, Puddingpulver, Glückwunschkarten uvm. ließen mein Herz schon am frühen Morgen höher schlagen.

Geschenke, die mich durch die nächsten Wochen begleiten werden - hoffentlich, denn deutsche Süßigkeiten sind schon eine große Verführung.


Nach dem Mittag habe ich dann angefangen zu kochen, denn ich wollte meine WG-Mädels zum Abendessen einladen.

Erst einen Kuchen für die Kirche, dann Lasagne für 10 Personen, Salat, Limonade und Bananeneis - jetzt habe ich echt noch mehr Respekt vor all der Arbeit, die sich meine Mama an meinen Geburtstagen gemacht hat.

Pünktlich zum Abspülen bekam ich dann zum Glück aber Hilfe.


Gegen 17 Uhr haben wir dann gemeinsam Kaffee getrunken. Meine Freundinnen haben mir einen Mango Streuselkuchen gebacken und wir haben die Terrasse dekoriert.

Danke an meine Familie, die mir Dekomaterial zugesendet hat.


Danach ging es dann in die Kirche, wo für mich ein Lied gesungen wurde und man für mich betete. Es war eine tolle Stimmung und ich habe mich sehr wohl gefühlt.

Und wieder gab es Kuchen.


Als Franzi und ich aus der Kirche kamen war der Tisch schon fürs Abendessen gedeckt und alle waren da.

Zum Glück hat das Essen gereicht und allen geschmeckt.

Gemeinsames Essen ist eines der schönsten Dinge in der WG, denn man hat viel Zeit zum Reden und natürlich Lachen.


Dann brach leichte Hektik aus: Wir wollten Tanzen gehen auf eine Dachterrasse, wo für Frauen freier Eintritt bis 22.30 Uhr ist.

Abspülen und 10 Mädels, die sich schick machen müssen innerhalb 1,5 Stunden - Stress - aber schöner Stress, denn alle sind am herumwuseln, am vorführen von Klamotten, Schmuck, auf der Suche nach Dingen, man schminkt sich gegenseitig und macht sich die Haare.


Los ging es letztendlich um 10 Uhr.

Das erste Taxi wurde mir 5 Personen gefüllt und aus Zeitdruck, das Auto eines Freundes mit 7.

So etwas geht auch nur hier.


Bis 2 Uhr haben wir gefeiert, getanzt und Spaß gehabt.



Danke für den schönen Tag.

Danke an alle, die an mich gedacht haben, auch wenn ich so weit weg bin.

Ich habe mich sehr über jede einzelne Nachricht gefreut.



CAMINATA POR LA PAZ - FRIEDENSMARSCH

Am Montag wurde in Montebello ein Friedensmarsch organisiert.


Von Montebello habt ihr ja schon öfter hier gelesen: Der Stadtteil in den Bergen Calis ist der Standort der Schule, die meine Organisation hier aufgebaut hat.
Montebello wurde in den 60-er Jahren als Flüchtlingsort gegründet. Menschen aus ganz Kolumbien und Nachbarländern haben dort ein neues Zuhause gefunden.


Der Friedensmarsch wurde von den Lehrern der Schule organisiert.
Dieses Jahr hat er zum 4. Mal stattgefunden.

Schüler mit ihren Eltern, Freiwillige, viele Mitarbeiter unserer Organisation und Einwohner Montebellos sind bekleidet mit einem weißen T-Shirt und einer Kerze durch den Stadtteil gelaufen.

Der Lauf soll an die Wichtigkeit des Friedens erinnern.

Außerdem dient er dem Gedenken an den Mord an Andrés Bäpplers (Mitgründer der Organisation und Schule) kolumbianischer Mutter und weiteren Menschen, die in Montebello in den letzten Jahren getötet wurden.


Musikalische Beiträge von Schülern des "Colegio de las Aguas" trugen zu der Stimmung bei, die sich schwer in Worte fassen lässt.


Die Kerzen stehen für Hoffnung - Hoffnung auf Zukunft, Frieden und ein sicheres Leben, vor allem für die Kinder.

Gegenseitig zündete man sich immer wieder die Kerzen an, wenn der Wind sie ausgeblasen hat - Hoffnung weitergeben.


22. MAI - 8 MONATE IN KOLUMBIEN

Anlässlich meines "8-monatigen" in Kolumbien möchte ich euch ein paar Lieder zeigen, die in unserer WG und allgemein in Cali ständig zu hören sind.

Viel Spaß beim Tanzen!

Die Hymne Calis und das Salsa-Lied schlechthin!

Zu den Liedern von Romeo Santos tanzt man Bachata.

Eines der aktuellsten Partylieder

Momentan mein Lieblingslied

Ein Lied aus unserer Kirche - wunderschön!


TAGESAUSFLUG NACH PALMIRA & INS ZUCKERROHRMUSEUM

Franzi und ich nutzten den Feiertag zum "Tag der Arbeit" am 1. Mai, um einen Tagesausflug nach Palmira, einer Kleinstadt nahe Calis zu machen.


- Anders als in Deutschland haben hier in Kolumbien fast alle 
  Restaurants, Supermärkte und Läden am Feiertag geöffnet.


45 Minuten dauerte die, nur 2800pesos (ca. 1€), teure Fahrt in die Stadt, die ihrem Namen alle Ehre macht: Überall in Palmira findet man meterhohe Palmen.


Wir sind durch die Stadt geschlendert und haben uns die schönen Kirchen angeschaut.
Als wir dann fragten, welche weiteren Sehenswürdigkeiten, die man unbedingt gesehen haben soll, Palmira bietet, sind wir auf Schweigen gestoßen. Alles sei momentan im Bau.

Also sind wir auf eigene Faust noch ein bisschen durch die Stadt gelaufen und haben uns dann auf die Suche nach dem Weg zum Zuckerrohrmuseum gemacht.

Dieses liegt nämlich nicht direkt in Palmira sondern auf einer "Hacienda" (altes Bauerngut) außerhalb der Stadt.


Wir fragten einen Polizisten, der uns direkt in ein Gespräch über Kolumbien und Deutschland verwickelte - unser eigenes Anliegen rückte dabei ein wenig in den Hintergrund.
Am Ende rief er dann einen Kollegen an und schlug uns dann vor, uns mit seinem Polizeitransporter zum Abfahrtsort des Busses zu fahren.

- Die Polizeitransporter erinnern hier ein wenig an Viehtransporter.
  Der Fahrer sitzt normal vorne und die Kollegen sitzen hinten auf der 
  Ladefläche Rücken an Rücken.


Beäugt von Allen stiegen wir vorne beim Fahrer ein (Hinten wollte man uns nicht fahren lassen.) und wurden zu unserem Ziel gefahren, auch wenn der Polizeibus dafür extra einen Umweg fahren musste.

 

So ein Erlebnis kann einem auch nur hier passieren ;)


Mit Bus und Taxi ging es dann ins Zuckerrohrmuseum. Schon auf dem Weg wurden wir auf die Thematik eingestimmt, denn es ging die ganze Zeit durch Zuckerrohrplantagen.

In gesamt Kolumbien wird Zuckerrohr auf ca. 400.000 Hektar Fläche angebaut. So werden 35 Mio. Tonnen Zuckerrohr jedes Jahr gewonnen, aus denen dann beispielsweise der typische "Panela"* angefertigt wird.


*Panela: Getrocknete Masse, entstanden durch das Verkochen von

Zuckerrohrsaft, welche zum Kochen, Süßen und dem Zubereiten des typischen Agua Panela oder Agua Panela en Leche verwendet wird. 


Das Zuckerrohrmuseum haben wir uns ganz anders vorgestellt.

Es ist nicht wie ein "typisches" Museum aufgebaut, sondern die Ausstellungsstücke findet man verteilt über einen riesigen und wunderschönen Park.

Ausgestellt werden die Maschinen, welche ursprünglich zur Gewinnung des Zuckersafts aus dem Zuckerrohr, genutzt wurden.
In jeder Region Kolumbiens unterschieden sich die Maschinen ein wenig, darauf geht das Museum und auch die Führung ein.

Die Maschinen stehen in kleinen regionstypischen, traditionellen Häuschen.


Weitere Fotos findet Ihr wie immer unter "Eindrücke"


WOHN-UPDATE

Ich lebe immernoch in der WG, jedoch hat sich hier viel verändert:

Wir haben uns im Laufe der Wochen und Monate zu einer kleinen Mädels-WG entwickelt.

Zu 10. leben wir hier und habe ein unglaublich gutes und wunderschönes Zusammenleben.

Wir unternehmen viel miteinander und jeder ist für den anderen da.

Eigentlich hatte ich immer das Vorhaben, nach einem halben Jahr auszuziehen, aber es hält mich einfach zu viel in meiner WG.

Trotzdem habe ich jetzt den Plan gefasst, wenigstens im Juni für einige Wochen in eine Familie zu ziehen - mal sehen, ob das klappt - Daumen drücken!


Den April haben wir unter das Motto: "Die WG is(s)t gesund." gestellt:

Es wurde ein Sportplan aufgestellt, zu dem eine Kniebeugen-Challenge gehört. Süßigkeiten und fettgebackene Snacks, Cola und Alkohol sind für den kompletten Monat tabu.

Außerdem haben wir beschlossen, dass wir abends keine Kohlenhydrate mehr essen werden.

Positive Konsequenz dessen ist ein Kochplan. Jeden Abend kocht eine Andere füt die ganze WG. Den ganzen April haben wir deswegen zusammen gegessen.

Da fühlt man sich wie bei seiner Familie in Deutschland, wenn jeden Abend durch das ganze Haus "Es gibt Essen." gerufen wird. 

Gemeinsames Essen auf unserer Terasse.
Gemeinsames Essen auf unserer Terasse.

Salate, Suppen, Eintöpfe ... - langweilig wird das Essen nicht


22. APRIL - 7 MONATE KOLUMBIEN

"Ich bin in Kolumbien."

Diesen Satz führe ich mir so oft vor Augen, denn alles ist so alltäglich geworden.
Der Arbeitsweg, das kalte Wasser in der Dusche, der Gasherd, das Moskitonetz über meinem Bett, Reis zum Frühstück ...

Es ist alles so vertraut, da vergisst man einfach mal, dass man so entfernt von Deutschland ist.

In Kolumbien habe ich eine neue Heimat gefunden.

Ein Land, das mich vor Herausforderungen stellt und mich jeden Tag aufs Neue zum Lächeln bringt.


Die 7 Monate sind wie im Flug vergangen und ich denke, dass die Monate, die mir jetzt noch bleiben noch viel schneller vergehen werden.

Deswegen heißt es jetzt: Genießen, genießen, genießen!


REISEBERICHT VON MAMA

Kolumbien – ein Land der Gegensätze

Unsere Tochter Johanna hatte sich entschieden, nach dem Abitur ein Freiwilligenjahr in Kolumbien zu absolvieren. Damit stand für unsere Familie von Anfang an fest, dass wir sie besuchen werden. Alles wurde geplant und gebucht. Ich kaufte mir einen Reiseführer von Kolumbien und versuchte, etwas spanisch zu lernen. Aber wie das im Alltag so ist, die Spracherfolge waren rudimentär und mein Wissen über das Land blieb sehr lückenhaft. Mit mehr Ängsten als Vaterlandsliebe und wenigen Worten Spanisch starteten wir in diesen Urlaub.

Nun sitze ich im Flieger zurück nach Deutschland und bedauere sehr, dass diese Zeit in Kolumbien so schnell vergangen ist. Ich bin voller neuer Eindrücke, spannender Erfahrungen, vielfältiger Gefühle und fantastischer Erlebnisse.
Das Schönste und auch wieder Traurigste war, Johanna in den Arm nehmen zu können und dann wieder verabschieden zu müssen. Es waren sehr emotionale Tage in ihrer Schule, ihrer WG, ihrer Stadt, ihrem Land.
Ich hatte noch zu keinem anderen Urlaubsland so eine emotionale Verbindung wie zu Kolumbien. Ich bin begeistert von der abwechslungsreichen Landschaft, von den lebendigen Städten Cali, Medellin und Bogotá, von der Verschiedenartigkeit und Herzlichkeit der Menschen, von den tollen Früchten und den Besonderheiten der kolumbianischen Küche. Nicht alles hat uns geschmeckt, manches haben wir uns nicht getraut, einiges blieb uns durch die Sprachbarriere verschlossen. Unsere Reiseführer bemühten sich alle sehr, uns dieses aufregende Land zu zeigen und uns ein wenig in die Kultur der verschiedenen Regionen mit hineinzunehmen.
Herzlichen Dank besonders an Johanna, Isabel, Ricardo und Pauline. Aber auch unsere Reiseagentur joventours leistete ganze Arbeit. Es hat alles wunderbar geklappt, die Hotels waren prima, die Flüge und Transfers haben funktioniert und das Programm war sehr vielfältig und spannend. Ich fliege glücklich und zufrieden nach Hause. Ich hatte während des Urlaubs nie das Gefühl, wirklich Angst haben zu müssen. Natürlich haben wir uns an bestimmte Sicherheitsregeln gehalten und haben manche Bereiche gemieden.

Was war das Beeindruckendste: die Zeit mit meiner erwachsen gewordenen großen Tochter, die Lebendigkeit in den Städten und das in verschiedenen Blautönen schimmernde Wasser in der Karibik.

Was war nicht so toll: unsere Sprachprobleme, da man mit Englisch nicht wirklich weiterkommt, der überfüllte Ort Taganga während der Osterfeiertage, die Menschen zu erleben, die um ihre Existenz jeden Tag kämpfen müssen. 

Die Zeit verging super schnell und doch habe ich das Gefühl, ich war lange unterwegs. Mein Tagebuch und die 2600 Fotos von Henning werden mir neben meinen vielen inneren Bildern helfen, unsere Zeit in Kolumbien noch lange in meinem Herzen und in meiner Erinnerung zu haben.


REISEBERICHT VON PAPA

Heute ist Sonntag. Ein ganz normaler Sonntag in Deutschland – nicht für mich. Heute Vormittag griff ich zum Telefon, um mich bei meinen Eltern zurückzumelden und stoppte kurz dabei, denn ich wollte sie nicht beim Abendbrot stören. Den Bruchteil einer Sekunde und ein Grinsen später wählte ich ihre Nummer, denn zwischen Meiningen und Leipzig gibt es keine Zeitverschiebung.

Es sind nicht nur die 6 Zeitzonen, die Deutschland und Kolumbien trennen. Wir würden überhaupt eine kleine Zeitreise unternehmen, das war uns klar.
Was würde uns erwarten?
Die Ursprünge der Kolonialisierung an der Karibikküste, hochentwickelte Landwirtschaft, die Kolumbien zum zweitgrößten Kaffee- (nach Brasilien) oder Blumenexporteur (nach Holland) der Welt macht und mit Medellin eine aufstrebende Millionenstadt, die sich aus dem Schatten Pablo Escobars in nur wenigen Jahren zur innovativsten Stadt der Welt (2012) entwickelte? Das hofften wir.
Aber wir hatten auch die Sorge, dass wir Opfer eines Überfalls werden könnten, denn die sozialen Unterschiede sind riesig und diese Form der Kriminalität prägt noch immer das Bild Kolumbiens in Deutschland.

Als wir vor reichlich zwei Wochen in den Flieger nach Bogota stiegen, begleiteten uns wohl deshalb besonders viele Wünsche für eine sichere Reise. Aber auch genauso viele liebe Grüße an Johanna, an deren Leben hier so viele Menschen Anteil nehmen.
Was Letzteres betrifft, diese Wünsche haben wir gleich am Anfang gern übermittelt.
Und das andere ? Unsere Hoffnungen haben sich erfüllt. Ja, sie wurden häufig übertroffen. Perfekt organisiert und realisiert durften wir in der Kaffeezone erleben, wie durch Handarbeit vom Pflücken bis zum Rösten aus roten Früchten schwarzer, wohl duftender Kaffee wird, wie Medellin sich dank gewaltiger finanzieller Anstrengungen zu einer Stadt vielfältiger (kostenloser) Kultur- und Bildungsangebote entwickelt, wie sich Cartagena dank der heutigen Kreuzfahrer seinen fast musealen Flair erhält und begriffen an den Gedenkstätten der Unabhängigkeit, wie gut die Kolumbianer die Freude des Sieges über die spanischen Eroberer mit dem Dank für deren „Geschenke“ (Sprache, Kultur und Religion) verbinden können.

Johanna, das erste Mal in meinem Leben war ich bei dir zu Gast. Zu Gast in deiner WG, in deiner Schule, zu Gast in Cali, zu Gast in Kolumbien. ich bin so froh, dass ich in dein Leben eintauchen konnte. Dein Mut, dich dieser Freiwilligen-Aufgabe zu stellen, ließ mich dieses wunderbare Land bereisen.

Ich freue mich, dass ich mich jetzt ehrlichen Herzens den Vorurteilen entgegenstellen kann, wenn das Gespräch hier auf Kolumbien kommt. Nicht nur, dass bisher alle unsere Päckchen bei dir angekommen sind, nein, wir erlebten auch nicht eine Situation, die uns Angst machte.

Johanna, ich freue mich für dich auf die Zeit, die in Cali noch vor dir liegt, auf die Herzlichkeit der Lehrer und Kinder, die auch wir erleben durften, und auf die Reisen, die dir dieses schöne Land noch näher bringen werden.



REISEBERICHT MEINER SCHWESTER CONSTANZE

Persönlich muss ich sagen, ich war sehr aufgeregt vor diesem Urlaub und ein bisschen Angst hatte ich auch. Schließlich macht an so eine Reise nicht alle Tage.
Und ja auch ich hatte die gewissen Vorurteile gegenüber diesem Land. Für mich war Kolumbien immer ein gefährliches Land, Überfälle und Morde gibt es täglich, so war meine Vorstellung. Außerdem können Mama, Papa und ich kein Wort spanisch.
Außer die Worte sí (ja), no (nein), gracias (danke), por favor (bitte) und natürlich Feliz Navidad! (Frohe Weihnachten) verstehen wir einfach nichts und können uns dementsprechend nicht verständigen.
Deswegen waren wir froh, dass Johanna den Großteil unserer Reise mit uns machte. Außerdem hatten wir ja immer deutsche Führer, die uns die jeweiligen Städte bzw. Sehenswürdigkeiten zeigen und uns zu diesen immer etwas erklärten.

Aber ich glaube die Vorfreude Johanna nach 6 monatiger Trennung endlich wieder zu sehen (ohne Internetprobleme bei Skype) und in den Arm nehmen zu können überstieg alle Ängste und Zweifel. Und ja ich kann sagen Johanna hat mir im letzten halben Jahr sehr gefehlt. Eine Schwester ist einfach das beste Geschenk der Welt.

Die 16 Tage Kolumbien gingen wie im Flug. Waren wir nicht grade noch in Medellin? Doch in der Zeit habe ich für mich auch sehr viel gelernt und ich konnte viele Eindrücke sammeln. Das kolumbianische Essen ist super. Menüs für umgerechnet 3 Euro oder Früchte die einfach vorzüglich waren. Ich hätte nicht genug von ihnen bekommen können.
Und bitte fragt mich nicht welche Stadt oder welcher Tag am schönsten war, denn ich würde jeder antworten. Jeder Tag hat uns andere Türen geöffnet und andere Landschaften  und Plätze gezeigt die alle einzigartig und unbeschreiblich schön waren. Jeder Platz hatte eigenen Charakter.

Cali:               Es war einfach aufregend Johannas neue Heimatstadt kennenzulernen. Von einer 20.000 Einwohnerstadt in eine 3.000.000 Einwohnerstadt war ein krasser Unterschied, die Stadt hat viel Lebendigkeit und auch wenn sie jetzt nicht so viele bekannten Sehenswürdigkeiten hat, ist es trotzdem eine schöne Stadt. Zu Johannas Schule muss ich sagen wow. Doch gerade da bereute ich es, dass ich kein spanisch kann, die Schüler und Schülerinnen kamen auf uns zu und wollten mit uns eine Unterhaltung anfangen, doch englisch konnten sie nicht und wir kein spanisch. Johanna versuchte zu übersetzen doch sie konnte nicht immer da sein. Und an allen Schulen, die wir an diesem Tag besuchten ist mir aufgefallen, dass die Beziehung von Lehrern zu Schülern eine ganz besondere ist, sie ist sehr familiär und sehr herzlich. Ein krasses Gegenteil zu der Beziehung von Lehrern zu Schülern in Deutschland. Und wenn auch die Schüler in Kolumbien nicht viel Unterrichtsstoff vermittelt bekommen lernen sie viel Soziales, was vielen Kindern in Deutschland fehlt.
Insgesamt habe ich Johannas Leben sehr familiär wahrgenommen, egal ob in der WG (Die Mädels sind super nett.) oder in ihrer Kirche.
Sie wurde sehr gut aufgenommen und das freut mich sehr.

Kaffeezone: Die Kaffeezone ist natürlich ein großer Unterschied zu einer Stadt wie Cali. Alles ist sehr grün und ruhig, aber auch das hat mir gut gefallen. Es war interessant zu sehen wie Kaffee hergestellt wird, wie viele Schritte dafür notwendig sind. Auch der Besuch der kleinen Stadt Salento war sehr spannend. Ein süßes Städtchen.

Medellin:      Die zweitgrößte Stadt Kolumbiens und jedoch ähnlich wie Cali. Unser Stadtführer Wulf machte mit uns eine schöne Stadtführung und zeigte uns die schönsten Plätze Medellins.

 Santa Marta:   Das Wetter war erstmal ein großer Schock für mich. Es waren über 30°C
     aber gleich daneben das Meer. Super! Der Park Tayrona war eines der
     größten Highlights. Strände wie aus dem Bilderbuch und Natur die
     einfach spitze ist.

Cartagena:   Sehr, sehr schöne Stadt direkt am Meer mit herrlichem Wetter und alter Innenstadt umgeben von einer Mauer.
Die Insel zu der wir fuhren war spitze, so wie man sich die Karibik vorstellt. Bestimmt 7 Farben des Meeres und klares Wasser. Perfekt zum Baden.  In Cartagena war dann auch mein Geburtstag, doch es hat sich nicht wie Geburtstag angefühlt auch wenn ich meine Familie um mich hatte, jedoch war es anders. Schließlich war ich ja auch 10.000 km von meinem eigentlichen Zuhause entfernt. Nochmal lieben Dank für alle Glückwünsche.

Bogotá:         Große, belebte Stadt mit schönen Sehenswürdigkeiten. Der Blick vom Berg Monserrate war gewaltig. Eine Stadt mit 10 Mio. Einwohnern. Gigantisch.

Villa de Leyva:   Kleines, ruhiges, altes Städtchen, welches jedoch schön ist.
      An manchen Stellen sieht es aus, als wäre die Zeit stehen geblieben.
      Viele freilaufende Hunde, die uns mochten. Viele versteckte Highlights.

Insgesamt kann ich sagen, dass die Reise eine wunderschöne Reise war. Viele meiner Befürchtungen haben sich nicht bestätigt und wir sind auch gut ohne spanisch klar gekommen. Unvergessliche 2,5 Wochen!
Danke Mama und Papa, dass ihr mir diese Reise ermöglicht habt, denn das ist nicht selbstverständlich.
Und Johanna dir noch schöne restliche 5 Monate.


Das donnerstag-abendliche Tanzen auf der Loma konnte ich meinen Eltern leider nicht zeigen, dafür aber die vielen Souvenir-Stände, welche sich dort befinden.
Das donnerstag-abendliche Tanzen auf der Loma konnte ich meinen Eltern leider nicht zeigen, dafür aber die vielen Souvenir-Stände, welche sich dort befinden.
Gemeinsam mit Franzi und Celine sind wir zum Abendessen zu den kleinen Ständen nahe unseres Hauses gegangen: Empanadas, gefüllte Kartoffeln, frittierte Kartoffeln uvm mit leckeren Soßen kann man dort finden - alles typisch kolumbianisch
Gemeinsam mit Franzi und Celine sind wir zum Abendessen zu den kleinen Ständen nahe unseres Hauses gegangen: Empanadas, gefüllte Kartoffeln, frittierte Kartoffeln uvm mit leckeren Soßen kann man dort finden - alles typisch kolumbianisch
29. März: Zum Palmsonntag sind wir nach Buga gefahren, eine Stand ca. 1 Std. entfernt von Cali. Berühmt ist sie für ihre Basilika, die "Basilica del Señor de los Milagros". Die Stadt ist sehr gemütlich und gut geeignet für einen Kurzausflug.
29. März: Zum Palmsonntag sind wir nach Buga gefahren, eine Stand ca. 1 Std. entfernt von Cali. Berühmt ist sie für ihre Basilika, die "Basilica del Señor de los Milagros". Die Stadt ist sehr gemütlich und gut geeignet für einen Kurzausflug.
Das Wunder dieser Kirche besagt, dass eine arme Frau Geld gespart hatte um sich eine Jesus-Figur zu kaufen. Sie gab das Geld jedoch an einen Mann, der arm aus dem Gefängnis kam. Sie fand dann beim Waschen ein solches Kreuz, dass auf wundersame Weise wuchs
Das Wunder dieser Kirche besagt, dass eine arme Frau Geld gespart hatte um sich eine Jesus-Figur zu kaufen. Sie gab das Geld jedoch an einen Mann, der arm aus dem Gefängnis kam. Sie fand dann beim Waschen ein solches Kreuz, dass auf wundersame Weise wuchs
Den Aufenthalt in der "Hauptstadt des Salsas" schlossen wir mit einer "Salsa-Balett-Musik-Show" in einem Theater im Zentrum der Stadt ab. Ein wirklich beeindruckender Auftritt. Es war schön meiner Familie Einblicke in mein Leben hier geben zu können.
Den Aufenthalt in der "Hauptstadt des Salsas" schlossen wir mit einer "Salsa-Balett-Musik-Show" in einem Theater im Zentrum der Stadt ab. Ein wirklich beeindruckender Auftritt. Es war schön meiner Familie Einblicke in mein Leben hier geben zu können.
30. März: Hier trennten sich unsere Reisen erstmal: Meine Familie reiste nach Salento und danach nach Medellin, während ich schon nach Cartagena geflogen bin, um mich mit meiner Freundin Pauline zu treffen. Freitag treffen wir uns dann in Santa Marta.
30. März: Hier trennten sich unsere Reisen erstmal: Meine Familie reiste nach Salento und danach nach Medellin, während ich schon nach Cartagena geflogen bin, um mich mit meiner Freundin Pauline zu treffen. Freitag treffen wir uns dann in Santa Marta.


31. März - 1. April:

Am Nachmittag bin ich bei Pauline gelandet. Schon beim Aussteigen aus dem Flugzeug hat mich die hohe Luftfeuchtigkeit und die Hitze der Küste begrüßt.

Gleich nach der Ankunft hat Pauli mir ihre kolumbianische Heimatstadt gezeigt. Cartagena ist eine Stadt wie aus dem Bilderbuch.

Die kolonialen, bunten Häuser in der ummauerten Innenstadt sind wahnsinnig schön.

Die Innenstadt ist zudem sehr sicher. Ohne Sorgen kann man mit seiner Kamera in der Hand herum laufen.

 

Am nächsten Tag habe ich Pauline bei ihrer Arbeit begleitet:
Sie arbeitet im "El Refugio", eine Organisation, welche mit Kindern aus 2 Armenviertel in Cartagena zusammen arbeitet.

Dienstag Vormittag durfte ich sie und eine Mitarbeiterin zu Visiten in ein Armenviertel begleiten - eine sehr berührende und traurige Erfahrung für

mich.
Dank Ostern musste Pauline nur bis Mittags arbeiten, sodass wir Nachmittags Zeit für den Starnd hatten.

 

Mittwoch begleitete ich sie dann bei ihrer Arbeit in der Kleingruppe. Zu dieser Gruppe kommen Kinder aus dem Armenviertel, welche zusätzliche Hilfe in schulischen Themen benötigen.

 

Calle de los Dulces
Calle de los Dulces
Torre del Reloj
Torre del Reloj
Platz mit Rathaus (links im Foto)
Platz mit Rathaus (links im Foto)
Die 11km lange, gut erhaltene und zum UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommene Stadtmauer, trennt die Innenstadt vom restlichen Teil der 1 Millionen Stadt Cartagena
Die 11km lange, gut erhaltene und zum UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommene Stadtmauer, trennt die Innenstadt vom restlichen Teil der 1 Millionen Stadt Cartagena
Gerade hatten Paulines Leiter Besuch von einer jungen Familie mit diesen super niedlichen Zwillingen.
Gerade hatten Paulines Leiter Besuch von einer jungen Familie mit diesen super niedlichen Zwillingen.


1. April - 3. April:


Ab Mittwoch-Nachmittag hatte Pauli dann frei: Wir nutzten also die beiden Feiertge um zu verreisen.

Unser Ziel: der kleine Bagpacker-Ort PALOMINO mit wunderschönen Stränden.

Die Fahrt dahin dauerte knapp 8 Stunden.

Wir wohnten in einem kleinen, einfachen Hostel mit sehr netten Menschen.

Den kompletten Donnerstag verbrachten wir am Strand - mein ganzer Körper dankt mir das noch bis heute ... Sonnenbrand-Alarm.

Das war es aber wert, denn der Strand war einfach wunderschön.

Läuft man etwas dem Stand entlang kommt man zu einer Stelle, wo der Fluss Palomino in den Atlantik trifft.

Pauli und ich hatten viel Zeit zum quatschen und entspannen.

 

Freitag morgen sind wir dann zum Fluss gelaufen und waren kurz baden.

Danach ging es zurück.

Für Pauline nach Cartagena und für mich zu meiner Familie nach Santa Marta.

Links der Ozean und rechts der Fluss
Links der Ozean und rechts der Fluss
Friedhofs-Gestaltung zum Karfreitag
Friedhofs-Gestaltung zum Karfreitag

Nach der Heimfahrt mit einem Bus, in dem auch 2 unruhige Hähne mitfuhren, habe ich mich mit meiner Familie in Santa Marta wieder getroffen.


3. April: Ein kleiner Rundgang durch die Innenstadt der 400.000 einwohner-großen Stadt diente dazu, sich über die Erlebnisse der letzten Tage auszutauschen.
3. April: Ein kleiner Rundgang durch die Innenstadt der 400.000 einwohner-großen Stadt diente dazu, sich über die Erlebnisse der letzten Tage auszutauschen.
Am späten Nachmittag fuhren wir nach Taganga. Ein kleiner Küstenort (15 min von Santa Marta), der in der Hochsaison ein absoluter Touristenmagnet ist. Der Strand war überfüllt mit feiernden Menschen.
Am späten Nachmittag fuhren wir nach Taganga. Ein kleiner Küstenort (15 min von Santa Marta), der in der Hochsaison ein absoluter Touristenmagnet ist. Der Strand war überfüllt mit feiernden Menschen.
Am Abend fand dann in Santa Marta eine Karfreitags-Prozession statt.
Am Abend fand dann in Santa Marta eine Karfreitags-Prozession statt.
4. April: Samstag besuchten wir den "Parque Tayrona" - ein absolutes Highlight Kolumbiens. Der 150 km² große Park bietet Wanderwege durch Regenwald, Strände und blaues Meer. Wer möchte kann auf einem der Zeltplätze übernachten.
4. April: Samstag besuchten wir den "Parque Tayrona" - ein absolutes Highlight Kolumbiens. Der 150 km² große Park bietet Wanderwege durch Regenwald, Strände und blaues Meer. Wer möchte kann auf einem der Zeltplätze übernachten.
Das am Anfang regnerische Wetter hat sich im Laufe des Tages in wunderschönen Sonnenschein gewandelt. Wir hatten einen echt schönen gemeinsamen Tag.
Das am Anfang regnerische Wetter hat sich im Laufe des Tages in wunderschönen Sonnenschein gewandelt. Wir hatten einen echt schönen gemeinsamen Tag.
5. April: Mit dem Bus ging es am Sonntag wieder nach Cartagena. Dort verabredeten wir uns Nachmittags mit Pauline, die uns als "Einheimische" eine Stadtführung gab.
5. April: Mit dem Bus ging es am Sonntag wieder nach Cartagena. Dort verabredeten wir uns Nachmittags mit Pauline, die uns als "Einheimische" eine Stadtführung gab.
Die Statue des indigenen Mädchen, das bei der Stadtgründung geholfen hat.
Die Statue des indigenen Mädchen, das bei der Stadtgründung geholfen hat.
Castillo San Felipe
Castillo San Felipe
6. April: Mit einem kleinen Schnellboot fuhren wir auf eine der touristischen Islas Rosarias.
6. April: Mit einem kleinen Schnellboot fuhren wir auf eine der touristischen Islas Rosarias.
Die Islas de las Piratas (Piraten-Insel) war unser Ziel. Die kleine Insel ist nur für Touristen. Mit dem Boot wird eine kleinere Gruppe dorthin gefahren und darf dort dann einen Tag verbringen oder sogar übernachten.
Die Islas de las Piratas (Piraten-Insel) war unser Ziel. Die kleine Insel ist nur für Touristen. Mit dem Boot wird eine kleinere Gruppe dorthin gefahren und darf dort dann einen Tag verbringen oder sogar übernachten.
Die Ruhe und Schönheit dieser Insel waren wunderschön. Man konnte die verschiedenen Farben des Meers sehen, Tiere beobachten, Korallen finden und natürlich baden. Das Ambiente war perfekt für einen letzten, intensiven Familien-Tag.
Die Ruhe und Schönheit dieser Insel waren wunderschön. Man konnte die verschiedenen Farben des Meers sehen, Tiere beobachten, Korallen finden und natürlich baden. Das Ambiente war perfekt für einen letzten, intensiven Familien-Tag.
Ein typisch karibisches Essen war der Abschluss für den Insel-Tag.
Ein typisch karibisches Essen war der Abschluss für den Insel-Tag.
Aufgrund zu starkem Seegang fuhren wir über einen angelegten Kanal zurück nach Cartagena. Diese Fahrt war viel entspannter und bot Sicht auf die unberührte Natur und die kleinen Häuschen der Einheimischen
Aufgrund zu starkem Seegang fuhren wir über einen angelegten Kanal zurück nach Cartagena. Diese Fahrt war viel entspannter und bot Sicht auf die unberührte Natur und die kleinen Häuschen der Einheimischen

Dieser wunderschöne Sonnenuntergang war das Ende unserer gemeinsamen, kolumbianischen Zeit.

Am 7. April (Geburtstag meiner Schwester) ging es nach einem letzten gemeinsamen Frühstück für meine Eltern nach Bogota und für mich zurück nach Cali.

Morgen fliegen sie dann endgültig zurück nach Deutschland: hoffentlich voll mit schönen Eindrücken und Erinnerungen von dem Land, in dem ich noch 5 weitere Monate leben darf.

Es ist nicht leicht, sich nach der gemeinsamen Zeit wieder trennen zu müssen, aber ich bin mehr als dankbar, dass meine Familie mich besuchen gekommen ist und ein bisschen in mein Leben eintauchen konnte.

Ich freue mich auf das endgültige Wiedersehen in 5 Monaten.

 

In den nächsten Tagen werde ich Reiseberichte von Mama, Papa und Consti hochladen und auch weitere Fotos zu "Eindrücke" hinzufügen.

 

Danke für euer Interesse und euer Begleiten.