JOHANNA IN KOLUMBIEN

Mein Traum wird wahr


Mut steht am Anfang des Handels. Glück am Ende.
Demokrit


ABSCHLUSSBERICHT ÜBER MEINEN GROßEN TRAUM UND MEIN ABENTEUER KOLUMBIEN

Schon so weit weg und doch noch so nah …
Seit ungefähr 6 Wochen bin ich nun schon wieder in Deutschland. Ich bin mittlerweile in eine andere Stadt gezogen und habe mit meinem Studium begonnen, ich lerne neue Leute kennen und mache neue Erfahrung. Da fühlt sich Kolumbien so fern an, wie ein Traum. Eine so andere Welt, da kann ich doch nicht wirklich für ein Jahr gewesen sein.
Doch kaum sehe ich mir Fotos an, empfange eine Nachricht von einem kolumbianischen Freund, sehe etwas über Cali in Facebook oder habe einfach eine Minute Zeit und Ruhe zum Nachdenken, bin ich wieder dort – plötzlich ist Kolumbien wieder so nah.
Ich sehe mich die Straßen entlang gehen, einen Saft trinken oder in der „Tienda“ Früchte kaufen.
Ich höre die Salsa-Klänge, fahre in der „Buseta“ durch die Stadt und bin wieder unter meinen Schülern.
Die Erinnerungen sind so lebendig. Oft lächle ich dann einfach vor mich hin und bin unbeschreiblich dankbar für die wundervolle, unvergessliche Zeit. Doch manchmal kommen mir auch die Tränen, denn Kolumbien liegt nicht um die Ecke, ein Flug ist teuer und ich bin mir bewusst, dass ein Zurückkommen niemals dasselbe sein wird. Wenn ich nochmals nach Cali komme, dann bin ich Tourist: Mein kolumbianischer Personalausweis ist abgelaufen, ich habe keine Buskarte mehr und mein Zimmer gehört jetzt jemand anderem.
Dann muss ich mir sagen, dass alles gut so wie es ist. Von Anfang an wusste ich, dass ich ein FSJ mache – ein Freiwilliges Soziales Jahr – und ein Jahr ist nun mal irgendwann, leider schneller als man denkt, vorbei.
Es sind die Erinnerungen, Lebenserfahrungen und Glücksmomente die bleiben. Sie sind ganz tief in meinem Herz gespeichert. Dort sind Bilder und Gefühle, die ich mit Worten nicht beschreiben kann.
So oft habe ich schon versucht meiner Familie und Freunden diese zu beschreiben, vielleicht bekommen sie einen Eindruck, aber es ist unmöglich, dass sie es verstehen.
Kolumbien muss man erLEBT haben. Die Schönheit und Vielfalt des Landes, die Herzlichkeit und Liebe der Menschen – die Lebensfreude.
Kolumbien war schon so lange ein Traum von mir. Mit 12 Jahren habe ich mich naiv entschieden, dass ich irgendwann in Kolumbien ein Jahr eine Unterstützung sein möchte.
„Schule fürs Leben“ hat mir die Erfüllung dieses Traumes ermöglicht.
In meiner Einsatzstelle, einer staatlichen Grundschule im Norden der Stadt, habe ich meinen Platz gefunden. Das war vor allem am Anfang nicht leicht:  An die andere Kultur, die andere Sprache, ein anderes Schulsystem und das andere Lernklima musste ich mich erst gewöhnen.
Oft war ich überfordert und bin an meine Grenzen gestoßen. Ich musste mich üben in Geduld, Verständnis und Durchsetzungskraft. Ich musste eine Balance zwischen Lehrerin und Freundin meiner Schüler entwickeln und ich musste meinen Platz im Lehrerkollegium finden.
Von Monat zu Monat wurde das besser und einfacher. Lehrer und Schüler vertrauten mir und ich durfte mehr Verantwortung übernehmen. Zu der freiwilligen Englisch-AG durfte ich teilweise reguläre Unterrichtsstunden alleine gestalten, bei deren Durchführung mich der Englischlehrer unterstützte. Meine Einsatzstelle hat Inklusion als einen ihrer Schwerpunkte: Die Arbeit mit meinen blinden Schülern habe ich geliebt.
In meiner Schule wurde ich für meine Arbeit wertgeschätzt und auch die Kinder öffneten mir ihre Herzen. Das macht glücklich. Von dieser Glückseligkeit wurde uns schon im Vorbereitungsseminar erzählt, erst in Kolumbien habe ich verstanden, was damit gemeint ist.
Danke an meine Kollegen  und vor allem an meine tollen Schüler!

„Cali würde es nicht auf das Cover eines Reiseführers schaffen.“, steht es in einigen Beschreibungen der drittgrößten kolumbianischen Stadt.
Sie haben Recht und ich muss zugeben, auch wenn mein Herz Cali gehört, dass es optisch schönere Flecken in Kolumbien gibt. Jedoch habe ich in Cali die meiste Wärme und das schönste Lebensgefühl gespürt und das kann man ja leider nicht fotografieren.
Als „Hauptstadt des Salsas“ hat Cali so einiges zu bieten und keiner kommt herum, wenigstens ein bisschen Salsa, aber auch Bachata und Merengue zu lernen.
Diese Musik fehlt mir hier in Deutschland sehr, überhaupt ist es hier sehr leise und kalt – ein Jahr immer um die 30°C, ohne Worte!

Nach dem ganzen schwärmen wartet man sicher jetzt auf die Schreckensmeldungen. „Ich wurde dreimal ausgeraubt, so richtig mit Pistole. Ich hatte ständig Läuse und Durchfall auch jede zweite Woche von dem dreckigen Wasser.“
Ich muss euch leider enttäuschen. Mir ist nichts passiert. Ich wurde weder ausgeraubt, noch war ich krank. Kolumbien ist zwar gefährlich und Cali zählt unter die 10 gefährlichsten Städte der Welt, aber man kann sich schützen, oder zumindest das Risiko minimieren, indem man sich an Regeln hält.
Ich habe die Gefahren erlebt, denn einige meiner Mitfreiwilligen wurden ausgeraubt und man hört auch jeden Tag Schreckensmeldungen, aber damit muss man leben können.
Zugegebenermaßen hatte ich am Anfang große Angst, diese ist aber bald Respekt gewichen und dieser ist, meiner Meinung nach, sehr wichtig für ein Leben in Kolumbien.
Kolumbianische Freunde und das kolumbianische Weltwärts-Betreuungsteam waren eine große Hilfe, Dinge richtig einschätzen zu lernen und sensibilisiert zu werden.
Das Betreuungsteam war für mich eine große Unterstützung, ob als  Rückhalt, Beratung oder offenes Ohr.

Es ist so schwer ein so vielseitiges Jahr in ein paar Worte zu fassen und ich weiß, dass ich  noch so viel mehr berichten könnte: meine Reisen, mein Leben in meiner kolumbianischen Gastfamilie oder in der WG mit meinen Mitfreiwilligen, Feste in der Schule und Feierlichkeiten in Cali selbst, wie beispielsweise die bekannte „Fería“ nach Weihnachten.
Ein Jahr bietet so viele Möglichkeiten und trotzdem fliegt man am Ende nach Hause und weiß, dass man noch so viel mehr hätte machen oder sehen können.
Aber nein, so darf man nicht denken.
Ich bin dankbar und mehr als zufrieden mit dem, was ich erleben konnte und was ich aus meinem Jahr gemacht habe.
Ich weiß, dass diese Erfahrung mich verändert hat. Ich konnte wachsen und selbstständiger werden. Ich habe meinen Horizont erweitert und einen anderen Blickwinkel auf viele Dinge gewinnen können. Ich kann Kolumbien, als auch Deutschland jetzt ganz anders wertschätzen als noch vor einem Jahr.
Das Gelernte möchte ich nicht verlieren. Mein Wunsch ist es, dass die Menschen spüren, dass Kolumbien mich verändert hat.
Mein Entsendeverein heißt nicht grundlos „Schule fürs Leben“. Ja, es wird den Kindern Bildung geboten - ein ganz elementarer Baustein für ein erfolgreiches Leben. Gleichzeitig bekommen aber auch wir Freiwilligen eine „Schule“ fürs Leben.

Zum Schluss möchte ich nochmals allen meinen Unterstützern, Befürwortern, Mutmachern und Begleitern danken.
Danke an meine Entsende- und Empfängerorganisation. Danke Kolumbien. Danke Cali.

„Colombia – El unico riesgo es que te quieras quedar.“

 


READY FOR TAKE-OFF

Selbst bei der Verabschiedung von meiner kleinen Schwester und dem letzten Schließen der Haustür für das komplette nächste Jahr, wurde es nicht realer, dass ich in ein paar Stunden nach Kolumbien fliegen würde.
Bevor wir Oma abholen konnten mussten wir noch eine dreiviertel Stunde beim Arzt warten, da ich vergessen hatte, mir ein Medikament verschreiben zu lassen. Der Stress und die Hektik machten den Abschied von Meiningen ziemlich einfach und unwirklich.
Die Fahrt nach Frankfurt ging schnell vorüber und ich war komischerweise relativ entspannt.
In Frankfurt angekommen begann das, von Mama erwartet, Gepäckproblem.
Der große Handgepäckrucksack war zu groß für Handgepäck und der Koffer 1kg zu schwer … ABER es gibt ja für jedes Problem eine Lösung.
Zu meiner großen Überraschung stand plötzlich Tom, einer meiner besten Freunde, vor uns am Flughafen um sich zu verabschieden. Danke, dass du da warst.
Der tränenreiche Abschied von meiner Familie war schwer, aber auf der anderen Seite auch erleichternd, dass die ganze Theorie endlich Realität wurde und es nun wirklich losging.
26 junge Erwachsene in den orangenen SfL-T-Shirts machten sich auf den Weg zur Gepäckkontrolle und in den Flieger, welcher aufgrund eines Gewitters in Frankfurt mit einer Stunde Verspätung abhob.
10,5 Stunden Flug lagen vor uns: ein Film, Kartenspielen, Unterhaltungen und 2 warme Mahlzeiten (Hühnchen und Pasta) ließen die Zeit wie im Flug vergehen ;)
Auch der Anschlussflug in Bogotá, der Hauptstadt Kolumbiens, hatte 1 Std Verspätung.
„Willkommen in Kolumbien“, dachte ich mir.
Die Stunde Flug nach Cali war auch nicht mehr an Schlaf zu denken, da ich so aufgeregt und euphorisch war. Der erste Blick auf die beleuchtete Großstadt war unglaublich beeindruckend!
Am Flughafen wurden wir von einigen Mitarbeitern der Partnerorganisation und einem ehemaligen Freiwilligen abgeholt, die mit uns mit dem Bus in unser neues Zuhause fuhren.



ES IST SO UNREAL - MORGEN GEHT ES LOS


Jetzt sitze ich hier und verfasse den letzten Blog-Eintrag aus Deutschland.
Ich kann es nicht glauben, dass es morgen wirklich los geht.
Waren es nicht vor kurzem noch 4 Wochen bis zum Abflug?!
Mein Koffer und das Handgepäck sind endlich fertig gepackt und mit einem zugedrückten Auge auch innerhalb der Gewichtsbeschränkungen, ich habe schon in den Flieger eingecheckt und mich von meinen Freunden verabschiedet.
Kurzum: Ich bin bereit für das Abenteuer, das mich erwartet. Bereit, aber unglaublich aufgeregt. 

Meine Eltern und meine Oma fahren mich morgen früh nach Frankfurt, wo ich auf meine Mitfreiwilligen treffen werde, mit denen ich ca. 11 Stunden nach Bogotá fliegen werde. Von dort aus ist es noch ungefähr eine Flugstunde nach Cali.


Sobald ich Zeit finde, werde ich euch unter "Mein Leben in Cali" an meinen ersten Eindrücken und Erlebnissen teilhaben lassen. 


An dieser Stelle möchte ich mich ganz sehr bei allen Menschen bedanken, die mir durch ihre mutmachenden Worte Kraft gegeben habe.

Ich bedanke mich für das Interesse und den Zuspruch für mein Vorhaben und die finanzielle Unterstützung.

Danke an alle, die vor allem morgen, aber auch die kommenden Monate an mich denken werde.

Ich bin sehr glücklich, dass es euch gibt!



JETZT WIRD ES WIRKLICH ERNST

 

Meine letzte Woche in Deutschland ist heute angebrochen. Nächsten Montag geht es endlich los.
Heute habe ich mit Papa mein wohl wichtigstes Dokument in Frankfurt abgeholt: mein Visum.
Ich darf nun offiziell bis zum 15. September in Kolumbien wohnen und arbeiten.

Es wird einfach Zeit, dass mein Freiwilligenjahr endlich startet.
Die meisten meiner Freunde sind schon seit einigen Wochen in der verschiedensten südamerikanischen Ländern und machen mir mit ihren Erzählungen Mut und Vorfreude auf mein eigenes Abenteuer.


In den nächsten Tagen werde ich meinen Koffer fertig packen.

Ich habe ihn schon so oft ein- und ausgepackt um nicht über die 23kg zu kommen. Es ist einfach so schwer sich zu beschränken, außerdem nehmen "Pflicht-Artikel", wie Moskitonetz, Schlafsack, Bettwäsche und Medikamente, schon eine ganze Menge Platz und freie Kilos in Anspruch.

Aber das wird schon alles klappen, noch ist ja ein bisschen Zeit.

 



VORBEREITUNGSSEMINAR IN FRANKFURT (13.-27. JULI)

 

Umso näher wir Frankfurt kamen, desto nervöser wurde ich.

Gleich würde ich meine 29 "Mitfreiwilligen" kennenlernen.

Die Begrüßungen waren gleich sehr herzlich und ich habe mich von Anfang an gut aufgehoben gefühlt. Das ganze Team von SfL war da, um uns zu begrüßen und mit uns in die zweiwöchige Vorbereitungsszeit zu starten.
Jeder Tag stand unter einem anderen Motto: Sicherheit, Kommunikation, Werte, Grenzen etc. etc.. 
Unsere Seminartage starteten um 10 Uhr im Büro und gingen, einschließlich einer Mittagspause, bis 18 Uhr.

Wir bekamen viele Informationen, wurden selber aktiv, lernten uns gegenseitig kennen und es entstanden erste Freundschaften.

 

Langsam realisierte ich, dass ich wirklich nach Kolumbien reisen werde. Die Anreise von 2 kolumbianischen Frauen (Yolanda und Lucía), die Mitarbeiter im kolumbianischen Partnerverein sind, gab uns die Möglichkeit Fragen zu Land, Leuten und Kultur zu stellen. Wir erfuhren wie man sich kolumbianisch begrüßt und wie man sich als Frau hinsetzt und so vieles mehr.

Yolanda stellte sich gleich als unsere kolumbianische Mama vor, zu der wir mit allen Sorgen und Problemen jederzeit kommen dürfen.

 

Einen Tag haben wir im Dojo verbracht, um dort eine Einführung in Aikido zu bekommen.

Ein anderer Tag stand unter dem Motto "just do it" (tu' es einfach).

In Gruppen sollten wir verschiedene Aufgaben in der Stadt bewältigen, wie beispielsweise einen Kolumbianer finden oder einen Lolli im Laufe des Tages in höherwertige Gegenstände einzutauschen.

Wir endeten mit einem Kino-Gutschein!
Das Programm war sehr vielseitig und hat mich gut auf mein Jahr in Kolumbien vorbereitet. 

Nach unserer Ankunft in Kolumbien werden wir noch ein paar weitere Vorbereitungstage haben, bevor wir in unserer Einsatzstelle beginnen.

 

Unsere Einsatzstellen entschieden sich gegen Ende der zweiten Woche des Vorbereitungsseminars. Wir konnten uns für 3 verschiedene Einsatzstellen "bewerben" und schlussendlich einigten wir Freiwilligen uns untereinander und mit Hilfe der Mitarbeiter wer in welches Projekt darf.

Ich bin sehr glücklich, dass ich in meine Wunsch-Einsatzstelle komme.

Ich kann es kaum abwarten die Kinder und Mitarbeiter meiner Schule kennenzulernen.

 

Das Seminar endete mit dem "Open House": Ein Tag, an dem wir uns Eltern, der Presse und anderen Interessierten vorstellten.

Die Verabschiedung von meinen "Mitfreiwilligen" war geprägt von dem Satz "Bis in 7 Wochen!". Denn es sind nur noch 7 Wochen bis wir gemeinsam in dieses riesige Abenteuer starten. 

Ich bin so aufgeregt!


SCHULE FÜRS LEBEN e.V. (SfL)

 

Unter dem Motto "Fischen lehren statt Fische schenken" engagiert sich meine Entsendeorganisation für die Bildung und Persönlichkeitsentwicklung von mittellosen Kindern und Jugendlichen in Cali (Kolumbien).
Dem Verein ist es wichtig, dass die geleistete Hilfe einer Hilfe zur Selbsthilfe ist: Alle initiierten Projekte sollen sich innerhalb von 10 Jahren selbstständig finanzieren können.


Der Partnerverein von Schule fürs Leben e.V. in Kolumbien nennt sich Escuela para la Vida und feiert dieses Jahr sein 10-jähriges Bestehen.

Andrés Bäppler, Gründer des kolumbianischen Vereins, ist gebürtiger Kolumbianer, der in Deutschland aufgewachsen ist.

Er wollte in seinem Heimatland etwas bewegen und den Kindern vor Ort durch Bildung Hoffnung auf eine besser Zukunft schenken.

 

Große Dinge konnten von "Escuela para la Vida" in Zusammenarbeit mit "Schule fürs Leben" in Cali bereits erreicht werden:


- Man gründete die Grundschule "Colegio de las Aguas", welche über 200   Kindern den Zugang zu Bildung ermöglicht.

 

- Um auch Jugendlichen eine Hilfe bieten zu können, wurden die "Talleres   de las Aguas" ins Leben gerufen. Diese Lehrwerkstätten bieten        
  Jugendlichen verschiedene Ausbildungsmöglichkeiten. Eine dieser  
  Lehrwerkstätten vermittelt den jungen Erwachsenen das Bauen mit
  Guadua, dem einheimischen Bambus. Ich werde während meines Jahres
  in Cali diese Lehrwerkstatt kennenlernen und sie auch tatkräftig
  unterstützen dürfen.
  Mehr dazu findet Ihr unter"Mein Botschafter-Projekt"!


- Das neuste Projekt der beiden Partnervereine nennt sich "Guadual10"  
  oder in Deutschland "Bambuswald hoch 10". Innerhalb dieses Projektes
  wird ein riesiger Bambuswald aufgeforstet. Dort sollen dann neue
  Lehrwerkstätten und Arbeitsplätze für mittellose Jugendliche
  entstehen.


Mehr über SfL und Escuela para la Vida könnt Ihr hier erfahren:

http://www.schulefuersleben.de/

http://www.escuelaparalavida.org/


WENN EIN TRAUM REALITÄT WIRD

 

Ich war 12 Jahre alt, als ich eine Reportage über ein kolumbianisches Waisenhaus im Fernseher gesehen habe.Diese Bilder haben mich sehr bewegt und mich nicht mehr losgelassen.


Zur Konfirmation habe ich mir von meinen Eltern die Patenschaft für ein kolumbianisches Mädchen gewünscht. Über Briefe konnte ich mit ihr in Kontakt treten und mehr über ihr Leben erfahren.


Schnell entstand der Traum, nach dem Abitur ein Freiwilliges Soziales Jahr in Kolumbien zu verbringen.

Das Abi kam näher und der Traum wurde zu einem Wunsch.
Ich habe gemeinsam mit meinen Eltern im Internet recherchiert und wir sind auf "weltwärts" gestoßen. "Weltwärts" ist der entwicklungspolitische Freiwilligendienst des BMZ (Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung).

Der Staat Deutschland unterstützt mit diesem Programm die Freiwilligen mit dem Tragen von 75% der Kosten für das Jahr.

An dem Programm "weltwärts" sind unzählige Entsendeorganisationen beteiligt.

Ich habe mich bei einigen dieser Organisationen beworben und schon im Oktober wurde ich zum Kennenlerntag der Organisation "Schule fürs Leben" (SfL) eingeladen. 
Die Ehrlichkeit und Offenheit dieser Organisation haben mich von Anfang an überzeugt. Ich hatte bereits am Kennenlerntag das Gefühl, dass ich verstanden und ernst genommen werde. 
Ich war überglücklich als ich die Zusage von SfL für mein Auslandsjahr bekommen habe.

Nun stand es fest: mein Traum wird Realität!


DAS BIN ICH

 

Mein Name ist Johanna Müller.

Ich bin 18 Jahre alt und wohne mit meinen Eltern und meiner jüngeren Schwester Constanze in Meiningen, einer Kleinstadt im schönen Thüringen.
Ich habe dieses Jahr mein Abitur gemacht und werde nun im September für ein Jahr nach Kolumbien fliegen.

Ich bin ein offener, lebenslustiger Mensch, der gerne lacht und es genießt Zeit mit seiner Familie und seinen Freunden zu verbringen.

Ich spiele seit vielen Jahren Klavier und habe im Jugendchor unserer Kirchgemeinde gesungen.